Die Schwestern Jenny und Paula Marx


Kaiser-Friedrich-Ring 43, Wiesbaden, Judenhaus, Henri Bloch, Raymonde Bloch
Das ehemalige Judenhaus Kaiser-Friedrich-Ring 43 heute
Eigene Aufnahme
Kaiser-Friedrich-Ring 43, Wiesbaden, Judenhaus, Henri Bloch, Raymonde Bloch
Lage des ehemaligen Judenhauses Kaiser-Friedrich-Ring 43
Judenhaus Wiesbaden, Kaiser-Friedrich-Ring 43,
Belegung des Judenhauses Kaiser-Friedrich-Ring 43

 

 

 

 

 

 

 


Die ersten jüdischen Bewohner des Hauses Kaiser-Friedrich-Ring 43 waren in den dreißiger Jahren Jenny und Paula Marx. Allerdings waren die beiden dort eingezogen, bevor es die Funktion eines Judenhauses erhielt.

Das Erinnerungsblatt, welches das Aktive Museum Spiegelgasse 2013 für die beiden Schwestern herausgegeben hat, trägt den Untertitel „Leben fast ohne Spuren“.[1] Und mit dieser Charakterisierung ist die Biografie der beiden tatsächlich prägnant formuliert. Es gibt nur wenige Informationen über das Leben von Jenny und Paula Marx, besonders aus der Zeit der schlimmsten Verfolgung. Dies ist umso erstaunlicher, als die beiden eigentlich einer sehr alten Wiesbadener Familie entstammten, deren Mitglieder durch verschiedene Ehen mit anderen jüdischen Familien in das gesellschaftliche, religiöse und auch wirtschaftliche Leben der Stadt sehr gut eingebunden waren.

Jenny Marx, Paula Marx, Ludwig Marx, Moritz MarxFerdinand Feist Marx, Caroline Schiff Marx,, Regina Marx, Judenhäuser Wiesbdaden, Judenhaus, Klaus Flick
Stammbaum der Familie Marx
GDB

Mitte des 18. Jahrhundert war in Wiesbaden Sonnenberg der Urgroßvater der beiden Schwestern Marx Heyum als Sohn von Heyum und Zirla geboren worden. Aus seiner Ehe mit der Würzburgerin Gitel Salomon gingen die drei Söhne Joseph, Salomon und Isaak hervor, die dann wiederum Stammväter jeweils eigener Familienverbände wurden. So heiratete Josephs Tochter Henriette aus erster Ehe in die Familie Baum ein, die um die Jahrhundertwende mit der ‚Nassauischen Leinenindustrie’ nicht nur eines der bedeutendsten Wiesbadener Unternehmen besaß, sondern mit der Gründung der Kaufmannserholungsheime durch Joseph Baum, dem Enkel von Henriette und Joseph Baum, einen Impuls gab, der weit über die Stadt hinaus eine soziale Wirkung entfaltete.[2] Johanna Marx, die Enkelin aus der zweiten Ehe von Joseph Marx stellte durch ihre Ehe mit Abraham Löwenthal die Verbindung zu einer der wichtigsten jüdischen Metzgerfamilien in Schierstein her, bevor die Nazis auch dieser Familie ihre Existenzgrundlage zerstörten.[3] Nicht anders erging es den Nachkommen von Isaak Marx, die zumindest zum Teil in Sonnenberg ebenfalls im Metzgereigewerbe tätig waren. Einigen gelang die Flucht, viele wurden Opfer des Holocaust.

Sehr dürftig ist die Datenlage leider gerade bei dem Familienzweig, den Salomon Marx begründete, dem mittleren der drei Söhne von Marx Heyum und Gitel. Als Möbel- und Trödelhändler verdiente er seinen Lebensunterhalt ebenfalls in einem für Juden typischen beruflichen Metier. Vermutlich musste die insgesamt sechsköpfige Familie mit einem nur eher bescheidenen Einkommen wirtschaften. Anzeigen seines kleinen Unternehmens lassen sich schon im ‚Wiesbadner Tagblatt’ des 19. Jahrhunderts finden, so etwa am 11. August 1864, wo er in einem Inserat den Verkauf von Flaschen für die unterschiedlichsten Zwecke anbot.[4]

Salomon Marx war am 3. August 1793 in Sonnenberg geboren worden.[5] Am 14. Juni 1842 hatte er die aus Wiesbaden Dotzheim stammende Johanette / Jeanette Mayer, Tochter von Feist Mayer / Maier und Marianne Miriam Seligmann, geheiratet.[6] Die Hochzeit hatte zwar in Dotzheim stattgefunden, das Paar lebte aber zunächst in Sonnenberg, einem östlichen Vorort von Wiesbaden,[7] später dann in der Stadt in der Wellritzstr. 44. Vier Kinder sind aus dieser Ehe hervorgegangen. Während die Tochter Zerline Wilhelmine, geboren am 17. Juli 1844, noch in Sonneberg zur Welt kam,[8] wurden die folgenden Nachkommen dann in Wiesbaden geboren – Ferdinand Feist am 2. August 1845,[9] Regina am 29. November 1847[10] und zuletzt Friedericke. Ein Geburtseintrag ist allerdings für sie in dem jüdischen Standesregister nicht zu finden. Laut ihrem Sterbeeintrag – sie verstarb am 8. Februar 1908 in Wiesbaden – war sie zum Zeitpunkt ihres Todes 60 Jahre alt.[11] Ob diese Angabe auf amtlichen Daten beruht oder aber auf der Aussage von Ludwig Marx, ihrem Neffen, der die Todesmeldung dem Standesamt überbrachte, ist nicht klar. Wenn man dieser Altersangabe Glauben schenken würde, dann hätte Friedericke wenige Wochen nach ihrer Schwester Regina geboren worden sein müssen, was schlechterdings unmöglich ist.

Über das Leben von Friedericke, die ledig geblieben war, liegen – abgesehen von ihrem Todeseintrag – keine weiteren Informationen vor. Gestorben ist sie im Haus in der Kirchgasse 11, in der damals auch ihr Neffe Ludwig und seine beiden Schwestern wohnten.
Noch weniger als über Friedericke weiß man über ihre Schwester Regina, von der nicht einmal das Sterbedatum bekannt ist.
Einige Informationen konnten dagegen zu Zerline, der ältesten Tochter von Salomon und Johannette Marx, gefunden werden. Sie hatte zu einem nicht bekannten Zeitpunkt den evangelischen Bruno Lange geheiratet und war mit ihm in dessen Heimatland Sachsen gezogen. Deren Enkelkinder waren nach dem Ende des NS-Regimes diejenigen, die das Entschädigungsverfahren für ihre Wiesbadener Großcousinen Jenny und Paula Marx anstrengten.

Unter den damaligen Verhältnissen war es selbstverständlich, dass nach dem Tod der Eltern der einzige Sohn von Salomon und Johannette Marx, Feist Ferdinand, das Geschäft übernehmen würde. Seine Mutter war schon am 7. April 1859 mit 48 Jahren verstorben,[12] sein Vater überlebte seine Frau noch um mehr als ein Vierteljahrhundert. Am 17. April 1879 wurde der zwei Tage zuvor in der Wellritzstraße 44 Verstorbene auf dem Jüdischen Friedhof Schöne Aussicht im Alter von 84 Jahren, acht Monaten und zwölf Tagen zu Grabe getragen.[13] Die Todesmeldung hatte sein Sohn Ferdinand, der damals in der Metzgergasse 22, der heutigen Wagemannstraße wohnte, dem Standesamt überbracht. Ob die in der Sterbeurkunde festgehaltene Berufsbezeichnung des Sohnes als einem ‚Auctionator’ tatsächlich eine verbesserte soziale Stellung gegenüber dem väterlichen Altwarenhändler widerspiegelt oder eine solche nur suggerieren sollte, ist schwer zu beurteilen. Auch Ferdinand hatte damals in der örtliche Presse Anzeigen geschaltet, so etwa am 15. Juli 1864, in denen er sich anbot, alte Möbel und getragene Kleidung anzukaufen. Sein Geschäft lag damals noch am Römerberg 1.[14] Erst einige Jahre später, am 2. Mai 1872, gründete er selbst eine Familie, indem er die knapp 30jährige Caroline Schiff heiratete, eine Tochter von Herz und Hexa Schiff aus Homburg vor der Höhe.[15]

Leider wurde im Register der jüdischen Gemeinde nicht eingetragen, wo die Geburt des ersten ihrer insgesamt vier Kinder stattfand, sodass keine verlässliche Information darüber vorliegt, wo Ferdinand Marx mit seiner Frau nach der Eheschließung wohnte. Am 18. April 1873 wurde zunächst ihr Sohn Max geboren.[16] Es folgten danach die beiden Schwestern Jenny und Paula, Jenny am 29. März 1874,[17] Paula am 9. Juni 1876.[18] Die Geburt von Paula ist schon im kommunalen Standesregister eingetragen, aus dem man auch die damalige Anschrift der Familie erfährt. Sie wohnte jetzt in der Metzgergasse 37, also im historischen Fünfeck, dem Kern der Wiesbadener Altstadt. Der Beruf des Vaters ist jetzt sprachlich wieder auf den des Trödlers herabgesetzt.[19] Rund zwei Jahre später folgte noch ein weiterer Sohn namens Ludwig. Ferdinand Marx, jetzt wieder Auctionator, war mit seiner Familie inzwischen offenbar weiter in die Metzgasse 32 gezogen. Eigenartigerweise ist im Geburtseintrag von Ludwig vom 3. September 1878 als Mutter Johanette Marx, geborene Schiff, statt Caroline eingetragen. Man wird aber davon ausgehen können, dass es sich um die gleiche Person handelt und nicht etwa um eine Schwester oder andere Verwandte, die nach ihrem möglichen Tod an Carolines Stelle getreten war.

Caroline Marx Schiffer, Salomon Marx, Jenny Marx, Paula Marx, Ludwig Marx, Judenhäuser Wiesbaden, Kaiser-Friedrich-Ring 43, Wiesbaden, Klaus Flick
Eintrag der Firma im Wiesbadener Adressbuch von 1989/90

Während Ferdinand Marx bereits am 11. Januar 1886 im Alter von nur 40 Jahren verstarb, [20]lebte seine Witwe Caroline noch weitere 15 Jahre. Sie verstarb am 17. April 1901 in Wiesbaden.[21] In all diesen Jahren führte sie und nicht einer ihrer Söhne zumindest formal das Unternehmen ihres Mannes als Inhaberin weiter.[22]

In dem Jahr ihres Todes waren dann allerdings die beiden Töchter Jenny und Paula sowie Ludwig Marx an die Stelle der Mutter getreten. Nicht zu den Inhabern zählte der älteste Sohn Moritz, der noch vor der Mutter bereits am 16. Juli 1895 im Alter von nur 22 Jahren zu Grabe getragen wurde. Ein Grund für seinen frühen Tod ist in dem Sterbeeintrag nicht vermerkt.[23] Auch er hatte bis dahin den Beruf eines Auctionators ausgeübt. Während in seinem Todesjahr die Geschäftsadresse Kirchgasse 2 b Parterre und 2. Stock lautete, ist als letzte Wohnanschrift von Moritz Marx im Sterbeeintrag die Kirchgasse 8 angegeben. Diese erscheint als Geschäftsadresse erstmals im Adressbuch von 1897/98. Im Jahr 1901, dem Todesjahr der Mutter, war das Geschäft noch immer in der Kirchgasse 8 angesiedelt, sie selbst wohnte mit ihren Kindern aber damals in der Adolfstr. 5. Ob die Familie beim Tod von Moritz nicht zusammen wohnte oder die Unstimmigkeiten auf Inkonsistenzen der Adressbücher beruhen, lässt sich nicht mehr klären. Für die erste Möglichkeit spricht vielleicht, dass die Nachricht über das Ableben von Moritz Marx nicht von einem Familienmitglied, sondern von dem Schuhmacher Isaak Rosenfeld dem Standesamt überbracht worden war.

Caroline Marx Schiffer, Salomon Marx, Jenny Marx, Paula Marx, Ludwig Marx, Judenhäuser Wiesbaden, Kaiser-Friedrich-Ring 43, Wiesbaden, Klaus Flick
Briefkopf mit Kurzbilanz der Firma Marx aus dem Jahr 1920
HHStAW 685 544a (15)

Seit der Jahrhundertwende war das Geschäft somit in die Hände der drei noch lebenden Geschwister übergegangen. Wie die genaue Unternehmensform in den folgenden Jahren aussah, ob sie gegebenenfalls auch veränderte wurde, lässt sich anhand der noch vorhandenen, sehr lückenhaften Unterlagen nicht klar erkennen. Laut dem Eintrag im Wiesbadener Adressbuch von 1904/05 waren alle drei Geschwister gleichberechtigte Inhaber. In der Bilanz des Jahres 1922 führt Ludwig Marx dann Kredit- und Gehaltsforderungen seiner Schwestern in der Höhe von jeweils 20.000 RM auf. Das waren etwa 10 Prozent des gesamten Geschäftsumfangs in diesem Jahr. Der Warenvorrat betrug etwa 190.000 RM und die Außenstände beliefen sich auf rund 150.000 RM. Die Firma war damals bereits mit mehr als 200.000 RM verschuldet. Zu bedenken ist bei den Zahlen allerdings, dass in diesen ersten Nachkriegsjahren die Inflation schon recht beträchtliche Ausmaße angenommen hatte, wenngleich noch nicht die der Jahre 1922 und 1923, sodass man nur mit großer Vorsicht die tatsächliche Lage des Geschäfts beurteilen kann. Aber es scheint so, als seien Jenny und Paula inzwischen – vielleicht nur aus steuerlichen Gründen – wie auch später nur noch als Angestellte mit einem festen Lohnanspruch und Sozialversicherungsabgaben in dem Geschäft geführt worden, während Ludwig Marx der eigentliche Inhaber war. In der Lebensrealität war das sicher von nur geringer Bedeutung, denn die drei wohnten zusammen und teilten sich auch die Miete untereinander auf.[24]

In den späteren zwanziger Jahren wurde die wirtschaftliche Lage des Geschäfts zunehmend prekär. Schon 1927 bat Ludwig Marx das Finanzamt um Stundung der Steuervorauszahlungen, gab aber andererseits an, in diesem Jahr auf ein Einkommen von 4.629 RM gekommen zu sein. Als Begründung für seine Bitte gab er der Finanzbehörde gegenüber an: „Es fällt aber besonders in die Wagschale, dass ich von diesem Einkommen meine beiden mittellosen Schwestern, die eine führt den Haushalt, die andere ist im Geschäft tätig, beide sind über 50 Jahre alt, miternähren muss, denn dieselben erhalten von mir weiter nichts wie ein monatliches kleines Taschengeld für ihre persönlichen Bedürfnisse.“ Wenn seine beiden Schwestern nicht von ihm unterstützt würden, so führte er weiter aus, dann wären sie auf die öffentliche Wohlfahrt angewiesen.[25]

Caroline Marx Schiffer, Salomon Marx, Jenny Marx, Paula Marx, Ludwig Marx, Judenhäuser Wiesbaden, Kaiser-Friedrich-Ring 43, Wiesbaden, Klaus Flick, Kirchgasse 5
Kirchgasse 5 heute

Dem Finanzamt war diese Einlassung völlig neu. Man fragte, wieso er diese Verpflichtung nicht schon in den Jahren zuvor angeführt habe und lehnte das Gesuch damals ab. Auch wurde darauf hingewiesen, dass die drei Geschwister in der Kirchgasse 5 eine 5-Zimmer-Wohnung angemietet hätten. Da sie keines der Zimmer untervermieten würden, könne es ihnen auch nicht so schlecht gehen, wie von dem Antragsteller angegeben: „Nach vertraulichen Ermittlungen leben die Geschwister Marx in guten Verhältnissen“, heißt es in einem Vermerk vom 14. September 1928.[26] Seinen Einspruch gegen den Steuerbescheid zog Ludwig Marx daraufhin wieder zurück, bat aber gleichzeitig darum, dass im kommenden Jahr seine langwierige Erkrankung und ein sehr kostenintensiver Krankenhausaufenthalt bei der Veranlagung berücksichtigt werde.[27]

Seit 1927 war er viele Monate ernsthaft erkrankt und auch arbeitsunfähig, sodass schon damals Jenny und Paula Marx die Möbelhandlung weitgehend eigenständig führen mussten. Ob sie die 50 RM, die Ludwig Marx gegenüber dem Finanzamt als Kosten anführte, tatsächlich auch gesondert erhielten, sei dahingestellt. Aber auch in den folgenden Jahren erholte sich Ludwig Marx nicht mehr von seinem Leiden und es fielen weiterhin hohe Sonderbelastungen an. Auch „infolge des außergewöhnlich schlechten Geschäftsganges“ aufgrund der Wirtschaftskrise war Ludwig Marx in den frühen 30er Jahren nicht immer in der Lage, seinen steuerlichen Verpflichtungen nachzukommen.[28] Allerdings belief sich der Umsatz der Firma im Jahr 1932 immerhin noch auf etwa 85.000 RM, ging aber mit der Machtübernahme der NSDAP und den antisemitischen Boykottaktionen im folgenden Jahr auf fast die Hälfte zurück.[29] Noch deutlichere Spuren hinterließ die Krise beim Einkommen der Geschwister. Betrug es in den Jahren nach der Währungsreform im Allgemeinen zwischen 5.000 und 8.000 RM, so lag es in den ersten Krisenjahren bei 2.000 bis 3.000 RM, 1932 und 1933 wurden dann nur noch rote Zahlen geschrieben, 1932 knapp 2.500 RM.[30] Für diese Entwicklung spielten sicher verschiedene Faktoren eine Rolle. Neben der globalen Krise, auch die Krankheit des Firmeninhabers und die politische Entwicklung in Deutschland, die jüdischen Unternehmern das Leben schwer machte, schon bevor die NSDAP die Macht im Staat in die Hände fiel.

Nach langer, schwerer Krankheit verstarb Ludwig Marx am 2. November 1934 noch bevor der Terror der Nazis seine schrecklichsten Ausmaße erreichte in den Städtischen Kliniken Wiesbadens.[31] Die hinterbliebenen Schwestern führten das Geschäft, das seit 1932 in die Bahnhofstraße, zunächst in das Haus mit der Nr. 6, dann in das mit der Nr. 17, verlegt worden war, nur noch wenige Monate weiter. Im Wiesbadener Adressbuch von 1934/35 wie auch im Jüdischen Adressbuch von 1935 ist das Möbelhaus allerdings, sogar noch mit beiden Adressen und mit dem Inhaber Ludwig Marx aufgeführt.[32] Noch im selben Jahr wurde es von einer anderen Firma übernommen, d.h. arisiert.

Im Wiesbadener Adressbuch von 1936/37 stehen Jenny und Paula Marx erstmals mit der Adresse Kaiser-Friedrich-Ring 43. Hier hatten sie im Erdgeschoss eine Wohnung zu einem Zeitpunkt bezogen, als Zwangsumsiedlungen in Judenhäuser noch nicht stattfanden. Seit dem 26. September 1939 war in ihrer Wohnung als Untermieter Sally Kaufmann gemeldet. [33]  Auch wenn es zu diesem Zeitpunkt noch keine Judenhäuser gab, so wird sein Einzug dennoch bereits damals der Situation geschuldet gewesen sein, dass es für Juden oder Jüdinnen nach der Verabschiedung der neuen Mietgesetze im April 1939 und angesichts der wachsenden Alltagsdiskriminierung immer schwerer wurde, auf dem freien Wohnungsmarkt eine Wohnung oder auch nur ein Zimmer zu finden.

Aktenkundig werden Paula und Jenny Marx erst wieder, als der NS-Staat begann, die Finanzen der jüdischen Bürger zu überwachen. Im Juli 1940 wurde sowohl für Jenny als auch für ihre Schwester Paula eine sogenannte JS-Mappe, eine „Judensicherungsmappe“, angelegt,[34] die erste Stufe im bürokratischen Ablauf der finanziellen Entmündigung und Enteignung. Die jeweiligen Empfänger waren zugleich aufgefordert, der Devisenstelle in Frankfurt detailliert Auskunft über ihr Vermögen, ihr Einkommen und ihren monatlichen finanziellen Bedarf mitzuteilen. Bis zu einem endgültigen Beschluss der Behörde wurden im Allgemeinen zunächst 300 RM als vorläufiger Freibetrag gewährt, über den die Betroffenen erst einmal noch frei verfügen durften.

Salomon Marx, Jenny Marx, Paula Marx, Ludwig Marx, Judenhäuser Wiesbaden, Kaiser-Friedrich-Ring 43, Wiesbaden, Klaus Flick
Jenny Marx bittet darum, ihre Schwester Paula als Miteigentümerin ihres Depots aufzunehmen
HHStAW 519/3 5094 (3)

1938 besaß Jenny Marx bei der Nassauischen Landesbank ein Depot mit Wertpapieren in der Höhe von etwa 5.500 RM, allerdings handelte es sich dabei eigentlich um einen gemeinsamen Besitz der Schwestern.[35] Weil das Depot nominal nur auf ihren Namen eingerichtet war, fiel auch sie nach der Reichspogromnacht unter die Pflichtigen der sogenannten Sühneabgabe. 1.000 RM, zahlbar in vier Raten von je 250 RM, musste sie an den Staat abtreten.[36] Wäre das Vermögen aufgeteilt gewesen, wären vermutlich beide unter dem Limit von 5.000 RM geblieben. Möglicherweise war das auch der Grund dafür, dass Jenny Marx im August 1940 beantragte, dass als Eigentümer des Depots auch ihre Schwester eingetragen werden sollte. Der Antrag, der über die Nassauische Landesbank an die Devisenstelle weitergeleitet worden war, blieb zunächst unbeantwortet.

Weil es – abgesehen von der Mieteinnahme durch die Untervermietung – kaum andere Einnahmen gab, mussten die Schwestern von der Substanz ihres Vermögens, das vermutlich hauptsächlich durch den Verkauf des Geschäfts zustande gekommen war, leben. Aber neben den Papieren besaßen sie noch zwei gemeinsame Sparkonten im Wert von knapp 7.000 RM.[37]

Salomon Marx, Jenny Marx, Paula Marx, Ludwig Marx, Judenhäuser Wiesbaden, Kaiser-Friedrich-Ring 43, Wiesbaden, Klaus Flick
Vermögenserklärung von Paula Marx
HHStAW 519/3 5095 (4)

Im August 1940 waren sie von der Devisenstelle zur Abgabe jeweils eigener Vermögenserklärungen aufgefordert worden. Aus diesen ergibt sich, dass sie jeweils ein Vermögen von etwa 4.500 RM besaßen, gemeinsam somit etwa 9.000 RM, aber kein Einkommen zu verzeichnen hatten. Ihre Ausgaben bezifferten beide auf monatlich etwa 255 RM. Darin eingeschlossen war aber auch ihr Untermieter, denn der Haushalt bestand nach ihren Angaben aus drei Personen. Sally Kaufmann wohnte bei ihnen in „Pension“, d.h. er wurde von ihnen offensichtlich auch verpflegt.[38] Angesichts dieser geringen monatlichen Ausgaben wurde der Freibetrag für Jenny und Paula Marx auf jeweils 250 RM reduziert.[39]

Im Oktober 1940 erinnerte die Nassauische Landesbank die Devisenstelle noch einmal an den Antrag zur Umschreibung des Depots. Diesmal reagierte die Behörde umgehend und lehnte das Ersuchen ab. Wegen der erteilten Sicherungsanordnungen seien getrennte Konten zu führen und das Vermögen müsse demgemäß aufgeteilt werden. Ob das noch geschah, ist den Akten nicht zu entnehmen. Über die folgenden zwei Jahre, in denen das Leben auch für die in Wiesbaden lebenden Juden unerträglich wurde, liegen leider keinerlei Informationen vor. Erst im September 1942 wurden die Schwestern aufgefordert, erneut eine Vermögenserklärung und eine Aufstellung über ihre Lebenshaltungskosten abzugeben.[40] Diese Aufforderung ist datiert mit dem 4. September 1942. Bereits drei Tage zuvor waren sie jedoch gezwungen worden, am Güterbahnhof Wiesbadens mit etwa 350 weiteren, zumeist alten jüdischen Bürgern und Bürgerinnen der Stadt den Zug nach Theresienstadt zu besteigen, darunter auch ihr Untermieter Sally Kaufmann. In Frankfurt kamen weitere 760 Juden aus verschiedenen Städten und Kreisen aus Hessen zu diesem Transport mit der Nummer ‚XII/2 808’ hinzu. Der Zug ‚Da 509’ erreichte am 2. September sein Ziel, ein Tag bevor die Frankfurter Devisenstelle ihr Schreiben losgeschickt hatte. Offensichtlich war in dieser bürokratisch organisierten, aber gleichwohl oft auch chaotisch agierenden Diktatur nicht immer jede Behörde von den Maßnahmen einer anderen unterrichtet.
Im Altersghetto von Theresienstadt blieben die beiden Schwestern nicht einmal vier Wochen. Der Transport ‚Bs 1682’ brachte beide am 29. September 1942 nach Treblinka.[41] Am folgenden Tag, ganz sicher noch in Unkenntnis ihres Schicksals, verfügte die Devisenstelle im Namen des Oberfinanzpräsidenten Kassel den Einzug aller Vermögenswerte der Schwestern zu Gunsten des Deutschen Reiches.[42] Vermutlich waren Jenny und Paula Marx unmittelbar nach ihrer Ankunft in den Gaskammern des Vernichtungslagers ermordet worden. Da es darüber keine Aufzeichnungen gibt, wurde ihr Todestag nach dem Ende des Krieges amtlich auf den 8. Mai 1945 festgesetzt.

 

Den Antrag auf die amtliche Todeserklärung und auf ein Entschädigungsverfahren hatte Lisbeth Graupner gestellt, eine der Nachkommen von Salomon Marx, die dem Holocaust entkommen waren, vermutlich weil ihre Eltern bzw. Großeltern in christliche Familien eingeheiratet hatten. Lisbeth Graupner, geborene Lange, war die Enkelin von Zerline Marx, der Tante von Jenny und Paula. Die Schwester von Ferdinand Marx hatte Wiesbaden zu einem nicht bekannten Zeitpunkt verlassen und mit ihrem Mann, dem evangelischen Friedrich Emil Bruno Lange, in Dresden gelebt. Aus dieser Ehe waren drei Kinder hervorgegangen, zunächst Max, geboren am 22. Februar 1881 in Dresden,[43] dann Johann Ernst Oswald und zuletzt Hedwig Helene. Wo und wann Ernst Oswald zur Welt kam, ist nicht bekannt, Hedwig wurde am 30. Oktober 1874 ebenfalls in Dresden geboren, weshalb die Vermutung nahe liegt, dass das auch die Geburtsstadt von Ernst Oswald war. Alle drei wurden evangelisch getauft und hatten vermutlich keinen Bezug mehr zur Religion und Kultur ihrer Großeltern. Als Max Lange, von Beruf „Werkstättenaufseher“, am 22. Februar 1919 in Dresden die verwitwete Zigarrenarbeiterin Marie Alwine Ziegeler, geborene Liebelt, heiratete, war sein Vater Bruno bereits verstorben.[44] Seine Mutter muss aber, so kann man aus dem Fehlen eines entsprechenden Hinweises in der Urkunde schließen, damals noch am Leben gewesen sein. Wann sie verstarb, ist nicht bekannt.

Aus der Ehe von Max und Marie Lange waren die beiden Kinder Max und Lisbeth hervorgegangen.[45] In dem Entschädigungsverfahren treten sie als Antragsteller und nicht ihre Eltern auf. Wann diese verstarben, ist aber nicht bekannt. Max war zu dieser Zeit Sportausbilder bei der Volkspolizei der DDR, seine Schwester Arbeiterin. Auch sie lebte damals in der DDR.

Auch der „Halbjude“ Ernst Oswald Lange war vermutlich auf Grund seiner Ehe mit der Christin Emma Louise Silbertopf von den Nazis verschont worden. Aus dieser Ehe waren die beiden Töchter Lisbeth, geboren am 30. Januar 1898, und Dora, geboren am 27. Februar 1904, hervorgegangen.[46] Die Tatsache, dass beide Eltern nach dem Krieg in Deutschland verstarben, Ernst Oswald sogar schon am 3. Dezember 1945, seine Frau am 11. November 1956, lässt darauf schließen, dass sie die Jahre der NS-Herrschaft in diesem Land geblieben waren. Zuletzt hatten auch sie in der Nähe von Zittau in Sachsen und somit in dem neu gegründeten ostdeutschen Staat gelebt. Ihre Töchter Lisbeth, später verheiratete Graupner, und ihre Schwester Dora, verheiratete Seidel, waren diejenigen, die Anspruch auf die Entschädigung für Jenny und Paula Marx stellten. Während Lisbeth Graupner schon in den 50er Jahren unter Verlust ihrer gesamten Habe aus der DDR geflüchtet war und sich in Tübingen niedergelassen hatte, besaß ihre Schwester eine kleine Gärtnerei in Zittau.[47]
Erst im Laufe des Verfahrens wurde den beiden Schwestern gewahr, dass sie neben ihrem Cousin und ihrer Cousine eine weitere Verwandte in den USA hatten, die die gleichen Ansprüche erheben konnte. Hedwig Lange, die Schwester von Max und Ernst Lange, hatte am 27. November 1897 den Plauener Fleischermeister Karl Adolf Unteutsch, ebenfalls evangelisch, geheiratet.[48] Die beiden waren mit ihrer am 15. Mai 1904 noch in Dresden geborenen Tochter Helene bereits im Januar 1907 nach Amerika ausgewandert. Hedwig war damals 32, ihr Mann 37 Jahre alt. Wie ihren Reiseunterlagen zu entnehmen ist, beabsichtigten sie schon damals, sich in Reading in Pennsylvania niederzulassen, wo Helene in der Nachkriegszeit, als die Verfahren in Deutschland liefen, noch immer wohnte und inzwischen mit einem Rechtsanwalt namens Sharman verheiratet war.[49]

Salomon Marx, Jenny Marx, Paula Marx, Ludwig Marx, Judenhäuser Wiesbaden, Kaiser-Friedrich-Ring 43, Wiesbaden, Klaus Flick
Einreise der Familie Unteutsch in die USA 1907
https://www.ancestry.de/imageviewer/collections/7488/images/NYT715_817-0015?treeid=&personid=&hintid=&queryId=f5f6a0f629b7fe62dfef12478819f488&usePUB=true&_phsrc=Ekt2795&_phstart=successSource&usePUBJs=true&pId=4010849410

Laut Zensus von 1910 betrieb ihr Vater Karl Unteutsch damals noch eine eigene Metzgerei, beim folgenden Zensus von 1920 gab er an, ohne Beschäftigung zu sein.[50] Möglicherweise war er zu diesem Zeitpunkt auch schon nicht mehr arbeitsfähig, denn noch im selben Jahr, am 8. November 1920 verstarb er in Pennsylvania.[51] 1927 hatte Hedwig Unteutsch offenbar noch einmal ihre Verwandten in Deutschland besucht, zumindest ist eine Überfahrt registriert, nach der sie am 8. August 1927 von Bremen kommend in New York anlandete.[52] Vermutlich war in der Folgezeit die Verbindung nach Deutschland abgerissen, was angesichts der Zeit des Nationalsozialismus, des Krieges und der darauf folgenden Jahre des Kalten Krieges nicht verwunderlich ist. Die Verfahren haben zwar dazu geführt, dass die Verbindung zu den deutschen Verwandten wieder aufleben konnte, aber Entschädigungsansprüche konnten die Nachkommen von Jenny und Paula Marx auf Grund ihrer nur entfernten verwandtschaftlichen Verbindung kaum geltend machen. Nur die Judenvermögensabgabe wurde der Erbengemeinschaft mit 200 DM erstattet.[53]

 

Veröffentlicht: 24. 06.2021

 

 

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Anmerkungen:

 

[1] http://www.am-spiegelgasse.de/wp-content/downloads/erinnerungsblaetter/EB-Marx-Jenny-Paula.pdf. (Zugriff: 1.6.2021).

[2] Siehe dazu den Artikel im Stadtlexikon Wiesbaden, S. 64, wo auch weiterführende Literatur angegeben ist.

[3] Siehe zur Familie Löwenthal oben https://moebus-flick.de/die-judenhaeuser-wiesbadens/hallgarter-str-6/julius-und-luise-loewenthal/. (Zugriff: 1.6.2021).

[4] Wiesbadener Tagblatt vom 11.8.1864.

[5] Sterberegister Wiesbaden 300 / 1879. Irritierend ist allerdings, dass hier seine Eltern mit Moritz und Lea Marx angegeben sind.

[6] HHStAW 365 915 (75). Die Eltern nahmen später den Familiennamen Salomon an.

[7] In einem Adressbucheintrag des Wiesbadener Adressbuchs von 1853 ist ein Händler Salomon Marx mit der Adresse Heidenmauer 3 aufgeführt. Zwar ist nicht sicher, dass es der Betreffende ist, aber dennoch sehr wahrscheinlich.

[8] HHStAW 365 915 (11).

[9] Ebd. (13).

[10] Ebd. (17).

[11] Sterberegister Wiesbaden 171 / 1908.

[12] HHStAW 365 915 (148).

[13] Sterberegister Wiesbaden 300 / 1879.

[14] Wiesbadener Tagblatt 15.7.1864.

[15] HHStAW 365 915 (120). Caroline Schiff war am 22.6.1842 in Homburg v. d. H. geboren worden.

[16] Ebd. (62).

[17] Ebd. (66).

[18] Geburtsregister Wiesbaden 254 / 1876.

[19] Geburtsregister Wiesbaden 254 / 1876.

[20] Sterberegister Wiesbaden 24 / 1886.
Auf seinem Grabstein auf dem jüdischen Friedhof Schöne Aussicht ist die folgende Inschrift eingraviert:
Hier ruht
ein untadeliger Mann, und ein aufrichtiger Mann ruht hier.
Sein Staub stieg hinab in das Grab, und die Seele kehrte zum Herrn zurück.
Dies ist Schraga, Sohn des Salomon. Er starb am
5. Schewat des Jahres [5]646 n.d.k.Z.
Seine Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens.
(Deutsche Inschrift:)
(Sockel):
Friede seiner Asche.
Du wirst mir zeigen den Weg des Lebens
Der Freuden Fülle ist vor Deinem Angesichte
Seligkeit in deiner Rechten immerdar.“

[21] Sterberegister Wiesbaden 420 / 1901.

[22] Siehe z.B. Wiesbadener Adressbuch1901/02 S. 340.

[23] Sterberegister Wiesbaden 786 / 1895.

[24] HHStAW 685 544b (11).

[25] Ebd. (74).

[26] Ebd. (74, 77).

[27] Ebd. (78).

[28] Ebd. (o.P.), Schreiben vom 17.11.1931.

[29] HHStAW 685 544 d Umsatzsteuerunterlagen (o.P.). Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass trotz dieses Umsatzrückgang die steuerliche Verpflichtung für Ludwig Marx sich sogar noch erhöhte. Ob das seinen Grund in einer diskriminierenden Besteuerung von Juden hatte oder aber andere Ursachen dafür maßgebend waren, konnte im gegebenen Rahmen nicht ermittelt werden.

[30] HHStAW 685 544 b Einkommensteuerunterlagen (passim).

[31] Sterberegister Wiesbaden 1324 / 1934.

[32] Eigenartigerweise ist Jenny Marx im Jüdischen Adressbuch nicht genannt, sondern nur Paula und Ludwig. Es steht aber außer Frage, dass auch sie in dieser Zeit mit ihren beiden Geschwistern zusammen in Wiesbaden lebte.

[33] Siehe Gestapokarteikarte von Sally Kaufmann, dazu HHStAW 519/3 5094 (4, 5).

[34] HHStAW 519/3 5094 (1) und HHStAW 519/3 5095 (1).

[35] HHStAW 685 540 Vermögensteuerakten (o.P.).

[36] Ebd.

[37] Ebd.

[38] HHStAW 519/3 5094 (6) und HHStAW 519/3 5095 (4).

[39] Ebd. (7) bzw. (5).

[40] Ebd. (9) bzw. (6).

[41] https://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/23947-jenny-marx/  und https://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/23987-paula-marx/. (Zugriff: 1.6.2021).

[42] HHStAW 519/3 5095 (7) und HHStAW 519/3 5094 (10). Im Erinnerungsblatt des Aktiven Museums Spiegelgasse (siehe Anm. 1) wird mit Bezug auf die Devisenakte gesagt, dass die Geschwister einen sogenannten Heimeinkaufsvertrag für ihre Unterbringung in Theresienstadt abgeschlossen hätten. Ein solcher Hinweis ist in den Devisenakten nicht enthalten. Auch war ein solcher Vertrag bei dem relativ kleinen Vermögen der Schwestern eher unüblich.

[43] Heiratsregister Dresden 47 / 1919.

[44] Ebd. Die Ehefrau war am 27.6.1886 im damals niederschlesischen Waldau, Kreis Bunzlau, als Tochter der evangelischen Eltern Ernst Wilhelm und Christiane Dorothea Liebelt geboren worden.

[45] HHStAW 518 4265 (27).

[46] Geburtsangaben für beide Schwestern HHStAW 518 4265 (4).

[47] Ebd. (3).

[48] Heiratsregister Dresden II 940 / 1897.

[49] HHStAW 518 4265 (11, 44).

[50] https://www.ancestry.de/imageviewer/collections/6061/images/4384987_00480?usePUB=true&usePUBJs=true&pId=55245739. (Zugriff: 1.6.2021).

[51] https://www.ancestry.de/imageviewer/collections/5164/images/41381_2421406260_0615-00144?treeid=&personid=&hintid=&queryId=f5f6a0f629b7fe62dfef12478819f488&usePUB=true&_phsrc=Ekt2797&_phstart=successSource&usePUBJs=true&pId=733663. (Zugriff: 1.6.2021). Fälschlicherweise ist hier als Geburtsort von Helene nicht Dresden, sondern allgemein Pennsylvania eingetragen.

[52] https://www.ancestry.de/imageviewer/collections/7488/images/NYT715_4110-0310?treeid=&personid=&hintid=&usePUB=true&usePUBJs=true&pId=2003550319&lang=de-DE. (Zugriff: 1.6.2021).

[53] HHStAW 518 4265 (4-6, 43-45).