Familie Steinberg


Judenhaus Alexandrastr. 6 Wiesbaden, Albert Frank
Das Juden­haus Aex­and­rastr. 6 heu­te
Eige­ne Aufnahme
Judenhaus Alexandrastr. 6, Wiesbaden
Lage des Juden­hau­ses
Judenhaus Alexandrastr. 6, Wiesbaden
Bele­gung des Juden­hau­ses Alex­and­rastr. 6

 

 

 

 

Obwohl Heil­brons bereits im Mai 1940 in die Alex­and­rastr. 6 gekom­men waren, wur­de das Haus erst im Sep­tem­ber /​ Okto­ber 1940 durch den Ein­zug der Fami­lie Stein­berg, von Sieg­fried Lan­de und der Schwes­tern Schar­ten­berg zum rea­len Juden­haus. Am 3. Sep­tem­ber mie­te­ten Stein­bergs, Rafa­el Stein­berg mit sei­ner Frau Ida und der Toch­ter Mir­jam, für monat­lich 30 RM ein Man­sar­den­zim­mer unter dem Dach, ein Zim­mer für die drei­köp­fi­ge Fami­lie.[1]

Judenhaus Alexandrastr. 6, Wiesbaden
Rafa­el Stein­berg
https://​pho​tos​.yad​vas​hem​.org/​p​h​o​t​o​-​d​e​t​a​i​l​s​.​h​t​m​l​?​l​a​n​g​u​a​g​e​=​e​n​&​i​t​e​m​_​i​d​=​1​7​5​4​7​9​8​&​i​n​d​=​467

Rafa­el Stein­berg war am 11. August 1902 in Ber­lin als Sohn von Wil­ly und Hed­wig Stein­berg, gebo­re­ne Eli­as, gebo­ren wor­den.[2] Dort hat­te er den Beruf eines Bank­kauf­manns erlernt und war von August 1931 bis Ende August 1933 bei der Dresd­ner Bank ange­stellt.[3]

Danach hat­te er nach den Anga­ben sei­ner Schwä­ge­rin Esther Lot­te Ehren­reich noch eine kur­ze Anstel­lung bei der jüdi­schen Bank Car­le­bach & Co in Leip­zig. Durch deren Schlie­ßung bereits im Jahr 1933 – sie ver­mu­te­te sicher nicht zu Unrecht „durch natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Maß­nah­men“ – sei er arbeits­los gewor­den und nach Wies­ba­den gekom­men. Am 14. April 1934 habe er hier Ida Dor­ner gehei­ra­tet. [4]

Mög­li­cher­wei­se hat­te er bereits in Ber­lin sei­ne aus dem gali­zi­schen Kan­c­zu­ga stam­men­de Frau ken­nen­ge­lernt. Wie aus dem Zen­sus von 1939 her­vor­geht, scheint Ber­lin für vie­le Fami­li­en aus die­ser im süd­öst­li­chen Polen, am Ran­de der Kar­pa­ten gele­ge­nen Ort­schaft eine Zuflucht vor den dort immer wie­der auf­flam­men­den Pogro­men gewe­sen zu sein.[5]

Steinberg Rafael, IdaSteiberg Dorner, Mirjam Steinberg, Gitta Steinberg, Berta Breindl Zellerkraut Dorner, Israel Dorner, Ester Lotte Dorner, Rosa Dorner Ferster, Abraham Ferster, Klara Dorner, Hirsch Dorner, Judenhaus Alexandrastr. 6 Wiesbaden
Stamm­baum der Fami­lie Dor­ner Stein­berg
GDB

Ob viel­leicht auch Idas Eltern, Isra­el Dor­ner und sei­ne Frau Breindel Ber­ta, gebo­re­ne Zel­ler­kraut, die bei­de aus Kan­c­zu­ga stamm­ten,[6] zunächst in Ber­lin gelebt hat­ten oder die Ver­bin­dung über Bekann­te in der dor­ti­gen gali­zi­schen Lands­mann­schaft zustan­de gekom­men war, ist nicht bekannt, aber nicht unwahr­schein­lich. Aber bereits 1917 waren die Eltern nach Wies­ba­den gekom­men, wo die Fami­lie eine zen­tra­le Rol­le in der aus etwa 25 Fami­li­en bestehen­den chas­si­di­schen Gemein­de spiel­te. Isra­el Dor­ner gehör­te zu den weni­gen die­ser beson­de­ren jüdi­schen Glau­bens­ge­mein­schaft, die auch in Wies­ba­den an ihrer tra­di­tio­nel­len Klei­der­ord­nung fest­hielt. Beson­ders die Män­ner erreg­ten in ihrem sei­de­nen Kaf­tan, dem Kapelutsch, aber auch mit dem unge­schnit­te­nen lan­gen Bart eini­ge Auf­merk­sam­keit in der Öffent­lich­keit. [7] Isra­el Dor­ner gehör­te dem „Tal­mud-Tho­ra-Ver­ein“ an, der sei­ne Bet­stu­be, das Stibl, zunächst in der Klei­nen Schwal­ba­cher Str. 10, ab 1928 in der Blü­cher­str. 6 hat­te.[8]

Wie die meis­ten ost­eu­ro­päi­schen Juden wohn­ten auch Dor­ners ursprüng­lich im Wies­ba­de­ner West­end, in der West­end­str. 12, wo sie seit 1925 auch ein sehr gut gehen­des Geschäft mit Häu­ten und Fel­len, wohl aber auch mit Tex­ti­li­en betrie­ben.[9]

Isra­el und Breindel Dor­ner hat­ten min­des­tens fünf Kin­der, die in einem Zeit­raum von mehr als zwan­zig Jah­ren gebo­ren wur­den, die Töch­ter Esther Lot­te, Rosa, Kla­ra und Ida noch alle in Kan­c­zu­ga,[10] nur das letz­te Kind, Meilch /​ Meil­ach Hersch /​ Hirsch am 22. April 1919 in Wiesbaden.

Isra­el Dor­ner starb noch vor der Macht­über­nah­me der Nazis am 24. Juli 1931. Er wur­de auf dem jüdi­schen Fried­hof am Hell­kund­weg begra­ben.[11] Nach sei­nem Tod war Ber­tha /​ Breindel sicher froh, dass der neue Schwie­ger­sohn Rafa­el Stein­berg, der Mann ihrer Toch­ter Ida, in das Geschäft ein­stieg, das zuletzt als Tex­til­ge­schäft wohl nur noch Kurz‑, Weiß- und Woll­wa­ren anbot.[12]

Judenhaus Alexandrastr. 6, Wiesbaden
Mir­jam Stein­berg
https://​pho​tos​.yad​vas​hem​.org/​p​h​o​t​o​-​d​e​t​a​i​l​s​.​h​t​m​l​?​l​a​n​g​u​a​g​e​=​e​n​&​i​t​e​m​_​i​d​=​1​7​6​6​9​6​4​&​i​n​d=1

Am 2. Mai 1935 wur­de dem Paar die Toch­ter Git­ta gebo­ren, ein Jahr spä­ter, am 3. August 1936, folg­te Mirjam.

Häu­fi­ge Woh­nungs­wech­sel, über deren Grün­de aber nichts in Erfah­rung zu brin­gen war, kenn­zeich­ne­ten das Leben der jun­gen Fami­lie Stein­berg. Ursprüng­lich hat­te sie am Michels­berg 15 gewohnt. Wann genau, für wel­che Zeit und aus wel­chem Grund sie dann zu der sechs­köp­fi­gen Fami­lie der Schwes­ter Esther Lot­te, inzwi­schen ver­hei­ra­te­te Ehren­reich, in die Neu­gas­se 3 zogen, ist nicht mehr nach­zu­voll­zie­hen. Auch wenn eben­falls nicht bekannt ist, wie groß die Woh­nung war, so müs­sen es in jedem Fall sehr beeng­te Ver­hält­nis­se gewe­sen sein.[13] Am 17. März 1939 zogen sie, so die Anga­be auf der Gesta­po-Kar­tei­kar­te, dort wie­der aus. Ihre neue Adres­se war die Stift­str. 16, ein Haus, das der Jüdin Cäci­lie Erte­schick gehör­te und bald dar­auf zum Juden­haus erklärt wur­de. Aber noch bevor dies geschah, wech­sel­te die Fami­lie nach kaum vier Wochen erneut ihre Adres­se. Die neue Woh­nung lag in der York­str. 17, einem Haus, das nicht in jüdi­schem Besitz war. Der nächs­te Umzug im Som­mer des fol­gen­den Jah­res, am 1. Juli 1940, zu einem Zeit­punkt, als die Juden­häu­ser bereits bestan­den, führ­te sie erneut in ein Haus, das kei­nem Juden gehör­te. Sie leb­ten hier aber mit der jüdi­schen Fami­lie Moser zusam­men, die eben­falls aus vier Per­so­nen bestand. Allein dies kann als Indiz dafür gewer­tet wer­den, dass schon die­ser Umzug nicht mehr frei­wil­lig erfolgt war. Nur zwei Mona­te spä­ter fand dann die Ein­quar­tie­rung in der Alex­and­rastr. 6 statt.

Allein die­se stän­di­gen Woh­nungs­wech­sel, mögen sie auch mehr oder weni­ger frei­wil­lig gesche­hen sein, machen deut­lich, dass die Fami­lie in Wies­ba­den kei­nen siche­ren Halt mehr fin­den konn­te. Auch wirt­schaft­lich stand sie am Abgrund. Am 31. August 1939 wur­de der Geschäfts­be­trieb ein­ge­stellt. Da Erträ­ge zu die­ser Zeit nicht mehr erwirt­schaf­tet wur­den, erfolg­te auch kei­ne steu­er­li­che Ver­an­la­gung mehr.[14]

Zudem besa­ßen die Mut­ter und auch der Bru­der von Ida Stein­berg nur die pol­ni­sche Staats­bür­ger­schaft. Bei­de muss­ten daher spä­tes­tens ab dem Herbst 1938 stän­dig mit einer Abschie­bung rechnen.

Schon 1934 hat­te die älte­re Schwes­ter Rosa mit ihrem Mann, dem Kauf­mann und Hut­ma­cher Abra­ham Fers­ter, den sie am 6. Dezem­ber 1921 in Wies­ba­den gehei­ra­tet hat­te, und ihren sechs Kin­dern Deutsch­land mit dem Ziel Paläs­ti­na ver­las­sen.[15]

Wäh­rend also Rosa Fers­ter mit ihrer Fami­lie recht­zei­tig die Flucht gelun­gen war, gerie­ten die übri­gen Geschwis­ter mit ihren Fami­li­en in die Fän­ge der NS-Scher­gen, nur die wenigs­ten ent­ka­men, kör­per­lich und see­lisch gezeich­net von dem, was ihnen wider­fah­ren war.

 

Meil­ach Hersch, der Jüngs­te, ver­ließ im März 1939 im Alter von knapp 20 Jah­ren sei­ne Hei­mat­stadt, um in Polen, in Belz, eine Aus­bil­dung zum Rab­bi auf­zu­neh­men.[16] Als ein hal­bes Jahr spä­ter Polen von den deut­schen Trup­pen über­fal­len wur­de, konn­te zwar zunächst der Kon­takt zur Fami­lie in Wies­ba­den noch auf­recht­erhal­ten wer­den. Im Herbst 1941 riss die Ver­bin­dung nach Aus­sa­ge sei­ner Schwes­ter Esther Lot­te dann aber ab.[17] Er blieb ver­schol­len. Wann und wo Meil­ach Hersch ums Leben kam, ist nicht bekannt. Sein Todes­tag wur­de ent­spre­chend auf den 8. Mai 1945 festgelegt.

 

Auch die Fami­lie der Schwes­ter Esther Lot­te mit ihrem Mann Cha­im /​ Hein­rich Ehren­reich, die in Wies­ba­den eine klei­ne Fabri­ka­ti­on und einen Ver­trieb für Wäsche­ar­ti­kel unter­hiel­ten, sahen sich, spä­tes­tens nach­dem man in der Reichs­po­grom­nacht ihre Woh­nung und die Geschäfts­räu­me in der Hell­mund­str. 39 I und die Werk­statt in der Goe­benstr. 13 über­fal­len und zer­stört hat­te,[18] ver­an­lasst, ihre Flucht in die Wege zu leiten.

Die genau­en Umstän­de und Abläu­fe sind nicht mehr zu rekon­stru­ie­ren, da die Betei­lig­ten dazu zum Teil sich selbst wider­spre­chen­de Aus­sa­gen mach­ten. So gab Esther Lot­te zum einen an, dass ihr Mann Hein­rich Cha­im Ehren­reich mit den vier Kin­dern zwi­schen elf und acht­zehn Jah­ren noch am 31. Dezem­ber 1938 die Gren­ze nach Hol­land über­schrit­ten habe, sie selbst sei erst spä­ter, im Früh­jahr 1939 gefolgt.[19] In einem Doku­ment aus dem Jah­re 1957 erklär­te sie dage­gen, eben­falls am 31. Dezem­ber 1938 mit der Fami­lie geflo­hen zu sein.[20] Mit die­ser Fra­ge ist eine wei­te­re Unklar­heit ver­bun­den, näm­lich wann und wie die jün­ge­re, erst drei­ein­halb Jah­re alte Toch­ter ihrer Schwes­ter Ida, Git­ta Stein­berg, aus Deutsch­land her­aus und in Sicher­heit gebracht wurde.

Die­se gelang­te im Früh­jahr 1939 eben­falls nach Hol­land. Nach einer Aus­kunft des Hilfs­werks „Le-Ezrath Ha-Jeled“, das sich um jüdi­sche Wai­sen­kin­der küm­mer­te, kam sie mit einem Kin­der­trans­port nach Hol­land.[21] Ihre Tan­te wie­der­um gab in dem bereits erwähn­ten Doku­ment aus dem Jahr 1957 an, Git­ta sei mit ihr und ihrer Fami­lie bereits am 31. Dezem­ber aus­ge­reist. Sicher ist in jedem Fall, dass Git­ta bis 1943, als sie von Esther Lot­te an hol­län­di­sche Pfle­ge­el­tern über­ge­ben wur­de, mit der Fami­lie ihrer Tan­te leb­te.[22]

Sie selbst gab spä­ter an, in der fol­gen­den Zeit bis zum Ende des Krie­ges von neun ver­schie­de­nen hol­län­di­schen Fami­li­en betreut wor­den zu sein. Die­se hät­ten sie ver­steckt, die Stra­ße habe sie nicht betre­ten dür­fen, weil die Gefahr bestan­den habe, dass nicht nur sie ent­deckt, son­dern auch die Pfle­ge­el­tern bestraft wor­den wären.[23] Wel­che trau­ma­ti­schen Erfah­run­gen für ein Kind in die­sem Alter, ohne Eltern, mit die­sem Leben im Ver­bor­ge­nen und dazu noch mit einem stän­di­gen Wech­sel der Bezugs­per­so­nen ver­bun­den waren, kann man sich kaum vor­stel­len. Aber Git­ta hat auf die­se Wei­se immer­hin den Holo­caust über­lebt. Nach dem Krieg konn­te sie mit Hil­fe der „Le-Ezrath Ha-Jeled“ am 7. Febru­ar 1949 nach Isra­el aus­wan­dern. Hier besuch­te sie mit 14 Jah­ren erst­mals die Schu­le, absol­vier­te anschlie­ßend sogar noch ein Stu­di­um und wur­de Leh­re­rin. Auf­ge­nom­men und unter­stützt wur­de sie in Isra­el von den dort bereits leben­den Ver­wand­ten.[24]

Dass Esther Lot­te und Cha­im Ehren­reich sich nicht auch von ihren eige­nen Kin­dern tren­nen konn­ten oder woll­ten, wur­de drei von ihnen zum Ver­häng­nis. Seit 1941 hät­ten sie alle ange­sichts der stän­di­gen Raz­zi­en in stän­di­ger Angst vor Ver­fol­gung gelebt und des­we­gen immer wie­der die Wohn­or­te gewech­selt. Am 15. Juli 1942 wur­den dann die drei ältes­ten Kin­der ergrif­fen – die genaue­ren Umstän­de sind nicht bekannt – und in das Lager Wes­ter­bork ver­schleppt. Die Eltern hör­ten nie mehr etwas von ihnen, von Mary, von Rosa und von Moses. Alle drei wur­den noch am sel­ben Tag nach Ausch­witz über­führt. Rosa starb dort am 28. August 1942, Mary einen Monat spä­ter am 30. Sep­tem­ber. Wann Moses dort umge­bracht wur­de, ist nicht bekannt.[25]

Auch die Eltern mit dem jüngs­ten Kind, der Toch­ter Fan­ny, wur­den ein Jahr spä­ter am 20 Juli 1943, nach­dem sie kurz zuvor die Nich­te in Sicher­heit gebracht hat­ten, selbst gefasst und nach Wes­ter­bork über­führt.[26]

Kurz nach ihrer Ein­lie­fe­rung erhiel­ten sie „unau­to­ri­sier­te“ Päs­se, die sie als Bür­ger von El Sal­va­dor aus­ga­ben und die ihnen wie vie­len ande­ren tau­send Juden wahr­schein­lich das Leben ret­te­ten. Ver­ge­ben wur­den die­se Papie­re von Geor­ge Man­del-Man­tel­lo, ursprüng­lich Gyor­gy Man­dl, einem aus Sie­ben­bür­gen stam­men­den jüdi­schen Fabri­kan­ten, der spä­ter von Genf aus als Bot­schafts­at­ta­ché mit Zustim­mung der Regie­rung El Sal­va­dors und des dor­ti­gen Kon­suls Arturo Cas­tel­lanos gebüh­ren­frei wohl mehr als 10 000 sol­cher Natio­na­li­täts­be­schei­ni­gun­gen aus­stell­te und sie an bedräng­te Juden wei­ter­gab. Mit ihnen konn­te zwar nicht aus­ge­reist wer­den, aber die Per­so­nen erlang­ten dadurch einen gewis­sen Schutz­sta­tus, den offen­sicht­lich sogar die Nazis aner­kann­ten.[27] Wie Ehren­reichs an die­se Papie­re gelang­ten, ist nicht bekannt.

Auch wenn sie ihnen das Über­le­ben ret­te­ten, so blie­ben sie vom Lager­le­ben selbst nicht ver­schont. Die schwe­re Arbeit, die Esther Lot­te in Wes­ter­bork ver­rich­ten muss­te, vor allem aber die Unge­wiss­heit über das Schick­sal ihrer Kin­der, führ­te dazu, dass sie seit­dem unter ver­schie­de­nen kör­per­li­chen Gebre­chen zu lei­den hat­te. Am 15. Febru­ar wur­den die Eltern mit dem ihnen ver­blie­be­nen Kind dann von Wes­ter­bork in das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Ber­gen-Bel­sen über­führt. Die Befrei­ung im Janu­ar 1945 brach­te ihnen noch immer kei­ne Frei­heit, denn man schick­te sie zunächst in das Inter­nie­rungs­la­ger Riss bei Biber­ach, aus dem sie Ende Juni 1945 ent­las­sen wur­den. Trotz allem kehr­ten sie, gezeich­net von unvor­stell­bar grau­en­haf­ten Erfah­run­gen, vom Ver­lust der Kin­der, nach einem kur­zen Auf­ent­halt in Hol­land wie­der nach Deutsch­land und sogar in ihre Hei­mat­stadt Wies­ba­den zurück, wo dann ein lan­ger Kampf um die Aner­ken­nung und Ent­schä­di­gung von Haft­zei­ten, um die Zah­lung medi­zi­ni­scher Ver­sor­gung und um die Bewil­li­gung von Ren­ten begann, der vie­le Akten­ord­ner füllt. Wann sie dann nach Isra­el aus­ge­wan­dert sind, ist nicht bekannt, aber dort haben sie ihre letz­te Ruhe gefun­den.[28]

 

Auch Rafa­el Stein­berg plan­te, sich mit sei­ner Frau und der jün­ge­ren Toch­ter Mir­jam in Sicher­heit zu brin­gen. Da sie ver­mut­lich davon aus­gin­gen, dass auch Git­ta nach Eng­land kom­men wür­de, hat­ten sie offen­sicht­lich einen Aus­rei­se­an­trag für die­ses Land ein­ge­reicht, zumin­dest ist die­ses Ziel im Antrag für die Ver­sen­dung von Rei­se­ge­päck ange­ge­ben, den Rafa­el Stein­berg am 26. Juni 1939 bei der Devi­sen­stel­le ein­ge­reicht hat­te. Es han­delt sich um jeweils eine knap­pe Lis­te für jeden, auf der nur die aller­nö­tigs­ten Klei­dungs­stü­cke ein­ge­tra­gen sind. Der Antrag wur­de ohne Bean­stan­dung akzep­tiert.[29] Wie­so die Aus­rei­se den­noch nicht gelang, ist nicht bekannt. Mög­li­cher­wei­se war das Vor­ha­ben auf­ge­ge­ben wor­den, nach­dem klar war, dass Git­ta anders als viel­leicht geplant in Hol­land geblie­ben war. Da Esther Lot­te noch bis 1941 Kon­takt zu ihrem pol­ni­schen Bru­der hat­te, wird man anneh­men kön­nen, dass zumin­dest noch für eine gewis­se Zeit die Eltern über den Ver­bleib ihrer Toch­ter infor­miert waren. Den­noch wer­den die Ängs­te um das Kind, die Zwei­fel, ob man die rich­ti­ge Ent­schei­dung getrof­fen hat­te, wie in all den ande­ren glei­chen Fäl­len, auch Ida und Rafa­el Stein­berg zer­mürbt haben. Spä­tes­tens mit ihrer Ein­wei­sung in das Juden­haus am 3. Sep­tem­ber 1940 muss­ten die Eltern wis­sen, dass sie ihre Toch­ter, wenn über­haupt, so schnell nicht mehr wür­den wie­der­se­hen können.

Rafa­el wur­de in die­ser Zeit vom 20. Okto­ber 1941 bis zum 8. Juni 1942 noch zur Zwangs­ar­beit, u.a. bei einer Idstei­ner Fir­ma, her­an­ge­zo­gen.[30] Zwei Tage spä­ter, am 10. Juni, wur­de er mit sei­ner Frau und mit der Toch­ter Mir­jam „nach dem Osten eva­ku­iert“. Wäh­rend Ida und ihre Toch­ter Mir­jam unmit­tel­bar nach der Ankunft im Ver­nich­tungs­la­ger Sobi­bor umge­bracht wur­den, wur­de Rafa­el Stein­berg in Lub­lin von den bei­den getrennt und als einer von etwa 200 bis 250 Män­nern des ins­ge­samt 1253 Per­so­nen umfas­sen­den Trans­ports für einen Arbeits­ein­satz in Maj­da­nek selek­tiert. Hier ver­starb er schon weni­ge Wochen spä­ter am 22 Juli 1942.[31]

Für Ber­tha Dor­ner, die Mut­ter von Esther Lot­te und Ida, die bis 1939 in der West­end­str. 12 woh­nen geblie­ben war, begann danach eine wah­re Odys­see. Allein im Jahr 1939 zog sie nach den Ein­tra­gun­gen in ihrer Gesta­po-Kar­tei­kar­te vier­mal um. Für etwa sechs Wochen leb­te sie in einem Juden­haus, dem in der Fried­richstr. 33. Am 1. Sep­tem­ber 1942 wur­de sie aus ihrer Woh­nung in Wies­ba­den-Bie­brich in der Sack­gas­se 2 depor­tiert. Unter der Trans­port­num­mer XII/​2 – 673 wur­de sie zunächst nach The­re­si­en­stadt, dann am 29. Sep­tem­ber, dies­mal mit der Num­mer Bs-1644 ver­se­hen, in das Ver­nich­tungs­la­ger Treb­linka ver­bracht.[32] Man muss davon aus­ge­hen, dass sie dort unmit­tel­bar nach Ankunft des Zuges am 1. oder 2. Okto­ber 1942 ermor­det wurde.

 

 

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Anmer­kun­gen:

 

[1] Unbe­kann­te Lis­te X3.

[2] HHStAW 518 59492 (45). Im Erin­ne­rungs­blatt  des Akti­ven Muse­ums Spie­gel­gas­se für die Fami­lie Stein­berg wird gesagt, dass der Fami­lie der Eltern von Rafa­el Stein­berg ein pri­va­tes Bank­haus gehört habe. Es wird sich dabei um das Bank­haus Paul Stein­berg gehan­delt haben, das Ingo Köh­ler als „Bör­sen­bank­haus“ bezeich­net, ein Bank­haus, das sich auf den Devi­sen- und Akti­en­han­del spe­zia­li­siert hat­te. Ab 1935 wur­de die­sen Häu­sern wegen gerings­ter Anläs­se der Besuch der Bör­sen und damit der ent­spre­chen­de Han­del ver­wehrt, was die­se unwei­ger­lich in den Ruin trieb. Das Bank­haus Paul Stein­berg wur­de 1938 liqui­diert. Sie­he Köh­ler, Ingo, Die ‚Ari­sie­rung’ der Pri­vat­ban­ken im Drit­ten Reich. Ver­drän­gung, Aus­schal­tung und die Fra­ge der Wie­der­gut­ma­chung, Schrif­ten­rei­he zur Zeit­schrift für Unter­neh­mens­ge­schich­te Bd. 14, Mün­chen 2005, S. 410 f. dazu Anm. 682 und S. 593.

[3] HHStAW 518 59492 (79).

[4] HHStAW 518 59492 (23).. Über die Beschäf­ti­gungs­dau­er bei die­sem Bank­haus lagen beim Beam­ten­ver­si­che­rungs­ver­ein des Deut­schen Bank­ge­wer­bes kei­ne Unter­la­gen vor. Es kann sich daher nur um eine sehr kurz­zei­ti­ge Tätig­keit gehan­delt haben.

[5] Das in der ehe­ma­li­gen K&K‑Monarchie gele­ge­ne Kanz­cu­ga muss in vie­ler­lei Hin­sicht dem klas­si­schen Schtetl ent­spro­chen haben – ver­bun­den mit allem Leid, das nach 1939 damit unwei­ger­lich ein­her­ging: “The first recor­ded Jewish pre­sence in the town dates back to 1638, with the total Jewish popu­la­ti­on num­be­ring 967 in 1921. By the start of World War II Jews made up more than 80% of the town´s popu­la­ti­on – a fact that did not save them from the Nazis, who roun­ded them up in 1942 and mar­ched them to the Kan­c­zu­ga ceme­tery, whe­re they mur­de­red them and buried them in a mass grave.”

http://​www​.israel​na​tio​nal​news​.com/​N​e​w​s​/​N​e​w​s​.​a​s​p​x​/​1​2​7​441. (Zugriff 27.3.2020). Sie­he zu Kanz­cu­ga auch http://​kan​c​zu​ga​.org/. (Zugriff: 18.11.2017).

[6] Isra­el Dor­ner war 1872, Breindel am 10. 2.1873 dort gebo­ren wor­den. Nach dem von der Nich­te Rut Blei­berg Fers­ter in Yad Vas­hem hin­ter­leg­ten Erin­ne­rungs­blatt für Ber­tha Breindel hie­ßen ihre Eltern Hersh und Mei­rim, sie­he http://​yvng​.yad​vas​hem​.org/​r​e​m​o​t​e​/​n​a​m​e​s​f​s​.​y​a​d​v​a​s​h​e​m​.​o​r​g​/​Y​A​D​V​A​S​H​E​M​/​N​E​W​_​A​P​P​/​S​R​I​K​A​_​D​A​F​E​D​/​2​0​1​1​2​0​1​1​_​8​7​4​2​/​2​8​4​.​j​p​g​?​w​i​d​t​h​=​700.

[7] Schnei­der, Fami­lie Tie­fen­brun­ner, S. 128 ff. Hier ist auch ein Bild von Isra­el Dor­ner abge­druckt. Er gehör­te zu den Gefolgs­leu­ten des Bel­zer Reb­ben Yis­s­achar Dov Rokeach, den er dort mehr­fach besucht haben soll. Ebd. S. 133.

[8] Zur Bedeu­tung die­ses Ver­eins sie­he Schnei­der, Fami­lie Tie­fen­brun­ner, S. 136 ff. Isra­el Dor­ner hat­te nach einer Skiz­ze von Mon­ju Tie­fen­brun­ner sei­nen fes­ten Platz in der zwei­ten Rei­he des Bet­hau­ses. Über die Zer­stö­rung des Hau­ses in der Pogrom­nacht liegt ein Bericht von Salo­mon Still vor, HHStAW 518 903 Bd. 1 (59).

[9] Schnei­der, Fami­lie Tie­fen­brun­ner, S. 122. Laut Aus­kunft des Magis­trats der Stadt Wies­ba­den wur­de das Geschäft am 2.1.1925 gegrün­det, sie­he HHStAW 518 55257 (31).

[10] Esther Lot­te wur­de am 8. Janu­ar 1897, Rosa am 6. März 1899, Kla­ra, etwa 1901 und Ida am 25. Dezem­ber 1908 geboren.

[11] Grab­stein­in­schrift von Isra­el Dor­ner auf dem Fried­hof am Hellkundweg:
Isra­el, Sohn von Moshe
gestor­ben 24, Juli 1931
Hier ruht
ein furcht­sa­mer und wohl­tä­ti­ger Mann,
war wei­se und half den Armen,
sah und lehr­te die Tho­ra Kin­dern und Erwachsenen.
Glau­be und Sicher­heit waren alle Tage mit ihm.
Lehr­te sei­ne Söh­ne dem Weg Got­tes zu folgen
Der Chas­sid und ver­stor­be­ne Herr Isra­el Sohn von Mos­he, er ruhe in Frieden.
Starb am Vor­abend des hei­li­gen Shab­bat 10. Av 691.
Sei­ne See­le sei ein­ge­bun­den in das Bün­del des Lebens.

Sie­he Ein­trag in der Genea­lo­gi­schen Daten­bank der Paul-Laza­rus-Stif­tung Wiesbaden.

Die Toch­ter Kla­ra war schon zuvor im Alter von nur 21 Jah­ren am 27. Dezem­ber 1922 ver­stor­ben, sie­he http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fdigitalisate.hadis.hessen.de%2Fhstam%2F925%2F2830.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=465&tx_dlf%5Bdouble%5D=0&cHash=cf1daa90f4e5e6ee2cbf9120957c77d1. (Zugriff: 18.11.2017).

[12] HHStAW 518 52257 (29). Anga­ben über den dama­li­gen Umfang der Geschäfts­tä­tig­keit und über das Ein­kom­men lagen schon in den Nach­kriegs­jah­ren nicht mehr vor.

[13] Es kann nicht als gesi­chert ange­se­hen wer­den, dass die dies­be­züg­li­che Anga­be auf der Gesta­po-Kar­tei­kar­te rich­tig ist, denn in den Ent­schä­di­gungs­ak­ten der Schwes­ter und des Schwa­gers fin­det die­ses Zusam­men­le­ben kei­ne Erwähnung.

[14] HHStAW 518 55257 (31).

[15] HHStAW 518 741 (3,4) Hei­rats­ur­kun­de. Zur den nähe­ren Umstän­den der Aus­rei­se sie­he die Erklä­rung von Rosa Fers­ter ebd. (41 f.). Dar­in ist detail­liert auf­ge­führt, wel­che Möbel­stü­cke und Geschäfts­ein­rich­tun­gen zurück­ge­las­sen bzw. ver­schleu­dert wer­den mussten.
Dem Paar wur­den ins­ge­samt 8 Kin­der gebo­ren, die ers­ten 6 noch in Wies­ba­den, die letz­ten bei­den in Jeru­sa­lem, sie­he dazu den Ein­trag in der Genea­lo­gi­schen Daten­bank der Paul-Laza­rus-Stif­tung Wies­ba­den und Schnei­der, Fami­lie Tie­fen­brun­ner, S. 228. Abra­ham Fers­ter hat­te gemein­sam  mit Leo­pold Perl­mann eine Hut­mach­er­werk­statt in der Goe­benstr. 13 und ein Hut­ge­schäft betrie­ben. Nach ver­schie­de­nen Zeu­gen­aus­sa­gen sol­len die Unter­neh­mun­gen den Inha­bern ein recht gutes Ein­kom­men erbracht haben. Sie­he HHStAW 518 741 (12 ff.). Die Fabrik und der Laden in der Jeru­sa­le­mer Alt­stadt sind auch heu­te noch der bedeu­tends­te Anlauf­punkt für die ver­schie­de­nen Grup­pie­run­gen ortho­do­xer Juden, um sich hier mit die­sem beson­de­ren Klei­dungs­stück aus­zu­stat­ten, das für sie weit mehr als nur eine Kopf­be­de­ckung ist. Sie­he u. a. https://www.am-spiegelgasse.de/wp-content/downloads/Presse/FAZaS27-12–09.pdf. (Zugriff: 23.1.2021).

[16] Die­se Anga­be ist der Genea­lo­gi­schen Daten­bank der Paul-Laza­rus-Stif­tung Wies­ba­den ent­nom­men. Die Schwes­ter Esther Lot­te Ehren­reich gab im spä­te­ren Ent­schä­di­gungs­ver­fah­ren an, ihr Bru­der sei geflüch­tet, sie­he HHStAW 518 55257 (19). Im Gedenk­buch des Bun­des­ar­chivs wird eine Aus­wei­sung als Grund für die Aus­rei­se genannt. Auf der Gesta­po-Kar­tei­kar­te sei­ner Mut­ter, Ber­tha Breindel Dor­ner, ist lapi­dar „Sohn: am 15.3.39 nach Belz, Polen“ vermerkt.

[17] HHStAW 518 55257 (19).

[18] HHStAW 518 75114 (236–239).

[19] HHStAW 518 74357 (16). Die­se Vari­an­te beruht auf ihren Anga­ben, die in der Ana­mne­se eines ärzt­li­chen Gut­ach­tens aus dem Jahr 1955 fest­ge­hal­ten sind.

[20] HHStAW 518 78947 (8)

[21] HHStAW 518 59492 (5).

[22] HHStAW 518 78947 (17)

[23] HHStAW 518 78947 (17)

[24] Ebd. (17)

[25] Die Anga­ben zum Schick­sal der Kin­der sind dem Gedenk­buch des Bun­des­ar­chivs entnommen.

[26] HHStAW 518 75114 (48).

[27] Die bei­den Natio­na­li­täts­be­schei­ni­gun­gen, die auch für Fan­ny gül­tig waren, sind mit Pass­bil­dern im United Sta­tes Holo­caust Memo­ri­al Muse­um archi­viert. Sie­he https://​coll​ec​tions​.ushmm​.org/​s​e​a​r​c​h​/​c​a​t​a​l​o​g​/​p​a​1​1​6​9​336 (Zugriff: 18.11.2017). Mon­tel­lo hat dar­über hin­aus ver­sucht, auch gemein­sam mit Roul Wall­len­berg die Ver­nich­tung der unga­ri­schen Juden zu ver­hin­dern, über­haupt Poli­ti­ker und die Welt­öf­fent­lich­keit über die Gescheh­nis­se in den Ver­nich­tungs­la­gern zu infor­mie­ren. Arturo Cas­tel­lanos, der Bot­schaf­ter von El Sal­va­dor in Genf, wur­de für sei­nen Ein­satz  in die Lis­te der ‚Gerech­ten unter den Völ­kern’ auf­ge­nom­men. Die Zahl die­ser „Schutz­brie­fe“ ist heu­te nicht mehr zu klä­ren. In der Lite­ra­tur schwan­ken die Anga­ben zwi­schen meh­re­ren Hun­dert und 40 000.

[28] HHStAW 518 75114 (36). Esther Lot­te ver­starb am 23 4.1973, ihr Mann Cha­im am 21.5.1970 in Jeru­sa­lem. Fan­ny wan­der­te spä­ter in die USA aus.

[29] HHStAW 519/​3 1947 (1–6).

[30] HHStAW 518 59492 (30). Um wel­che Fir­ma es sich han­del­te, ist in den Akten nicht ange­führt. Bekannt ist aber, dass in den „Idstei­ner Leder­wer­ken Land­au­er-Don­ner-AG“ Zwangs­ar­bei­ter ein­ge­setzt wur­den, sie­he Brü­chert, Hed­wig, Zwangs­ar­beit in Wies­ba­den. Der Ein­satz von Zwangs­ar­beits­kräf­ten in der Wies­ba­de­ner Kriegs­wirt­schaft 1939 bis 1945, Wies­ba­den 2003, S. 251 ff.

[31] HHStAW 518 59492 (45). Ster­be­ur­kun­de von Rafa­el Stein­berg. Dazu sie­he Gott­waldt, Schul­le, Juden­de­por­ta­tio­nen, S. 214. Der offi­zi­el­le Todes­tag von Ida und Mir­jam Stein­berg ist der 8.5.1945.

[32] HHStAW 518 55257 (39). Die ange­ge­be­ne Zug­num­mer führ­te nicht, wie in der Genea­lo­gi­sche Daten­bank der Paul-Laza­rus-Stif­tung ange­ge­ben, nach Maly Trasc­ja­n­ec, son­dern nach Treb­linka, sie­he Gott­waldt, Schul­le, Juden­de­por­ta­tio­nen, S. 227. Auch das Gedenk­buch des Bun­des­ar­chivs gibt als Todes­ort Treb­linka an.