Weitere Bewohner des Judenhauses

Hanna Wolf

Die am 12. Juli 1923 in Wiesbaden geborene Hanna Wolf war ein Waisenkind, das in Wiesbaden geboren wurde, dann aber für längere Zeit in Neu-Isenburg in einem Heim untergebracht worden war. Bevor Hanna Wolf 1939 nach Wiesbaden zurückkehrte, lebte sie in Frankfurt. Das Judenhaus in der Grillparzerstrasse war ihre erste Unterkunft in Wiesbaden. 1940 musste sie dann in das Judenhaus in der Hallgarter Str. 6 umziehen, aus dem sie am 10. Juni deportiert wurde.[1]

 

Heinz und Fanny Thea Arioni

Zuletzt und auch nur für kurze Zeit wurde am 21. Mai 1942 noch das Ehepaar Heinz und Fanny Thea Arioni für ein viertel Jahr in der Grillparzerstr. 9 einquartiert. Vermutlich bewohnten sie zusammen zwei Zimmer im Souterrain. Sie blieben hier bis zum 21. August, mussten dann noch einmal in ein anders Judenhaus umziehen. In der Martinsthaler Str. 2 erlebten sie die letzte Woche in ‚Freiheit’, bevor sie den Zug nach Theresienstadt besteigen mussten. So unangebracht der Begriff ‚Freiheit’ hier auch sein mag, aber angesichts dessen, was danach kommen sollte – Theresienstadt, Auschwitz – hat er doch eine gewisse Berechtigung.[2]

 

 

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Anmerkungen:

 

[1] Siehe zu ihrem Schicksal das Kapitel Hallgarter Str. 6.

[2] Siehe zum Schicksal der beiden und ihrer Familien das Kapitel Martinsthaler Str. 2.