Julia Volkening, geborene Ullmann


Rheinstr. 81 heute
Eigene Aufnahme
Lage des Judenhauses Rheinstr. 81

 

 

 

 

 


Im Judenhaus Rheinstr. 81 wohnten auch einige Jüdinnen und Juden, die die Zeit der Verfolgung überstanden, zumindest den Deportationen entgingen, da sie durch eine Ehe mit einem nichtjüdischen Partner einen gewissen, aber immer unsicheren Schutz genossen. Eine dieser Bewohnerinnen war Julia Volkening, geborene Ullmann.

Stammbaum Volkening
Stammbaum der Familie Ullmann – Volkening
GDB

Geboren wurde sie am 19. September 1861 erstaunlicherweise im amerikanischen St. Paul.[1] Sie war die Tochter von Joseph Ullmann und seiner Frau Amalie Salomon, die am 28. Mai 1854 in St. Paul / Missouri geheiratet hatten.[2]

Geburtseintrag von Joseph Ullmann in Mühlhausen
https://www.ancestry.de/search/collections/62011/records/3320950?tid=&pid=&queryId=ce4b3484-94e1-4fb6-8495-0919095552a9&_phsrc=SbT1554&_phstart=successSource

Während er aus dem elsässischen Mülhausen stammte, wo er am 28. März 1826 als Sohn von Elie und Elisabet Ullmann zur Welt kam,[3] wurde ihre Mutter 1832 in Grenzhausen im Westerwald geboren.[4] Ihre Eltern waren Mayer Löb Salomon und seine Frau Jette, geborene Frank.
Nicht bekannt ist, wann Joseph und Amalie Ullmann in die USA auswanderten und ob sie ursprünglich die Absicht hatten, sich dort für immer niederzulassen. Immerhin war dort, sechs Jahre zuvor, am 26. Februar 1855, schon ein Sohn namens Charles geboren worden.[5] Sie hatten sich also ganz offensichtlich längere Zeit dort aufgehalten. Spätestens Anfang der Achtzigerjahre, vermutlich aber früher, muss die Familie dann wieder nach Deutschland zurückgekehrt sein. Am 7. Februar 1881 heiratete ihr Sohn Charles in Dresden eine Felizie Ernestine Gutmann, die am 25. November 1852 in der Stadt an der Elbe geboren worden war.[6] Nicht nur der Bräutigam, sondern auch dessen Eltern, lebten damals wieder in Deutschland, genauer: in Leipzig.
Im selben Jahr gebar Charles’ Schwester Julia am 8. Juni 1881 eine Tochter mit Namen Lili. Wo genau sie zur Welt kam, konnte nicht ermittelt werden, aber die Geburt soll in Deutschland stattgefunden haben. Der Vater von Lili war der Kaufmann Max Löwenstein, über den aber nichts in Erfahrung zu bringen war. Auch ist nicht bekannt, wann und wo die Eltern eine Ehe miteinander eingegangen waren. Bekannt ist allerdings, dass Lili noch eine Schwester namens Mary hatte, deren Vater ebenfalls besagter Max Löwenstein war. Aber weder liegen Informationen über ihr Geburtsdatum, noch über ihren Geburtsort vor. Sie soll seit 1923 oder 1924 in Frankreich gelebt haben, wo sie mit dem Franzosen Henri Garnier verheiratet war. 1939 war sie in der südfranzösischen Stadt Nîmes gemeldet, beim Tod ihrer Mutter 1942 dann in Arc-Sur-Tille.[7]
Lili, inzwischen verheiratet mit George Heimers, lebte damals in Montclair in New Jersey. Auch sie hatte Deutschland bereits 1925 verlassen, um in die USA zu emigrieren. Am 15. September 1923 war ihre gemeinsame Tochter Barbara geboren worden.[8] Die Familie lebte in den USA in verschiedenen Staaten und Städten. Lili Heimers gelang es offenbar in Amerika, eine akademische Karriere im pädagogischen Bereich zu machen. Im Dezember 1956 verstarb sie mit 75 Jahren in New Jersey.[9] Ihre Tochter, eine verheiratete Perry lebte zuletzt in Jacksonville in Florida, wo sie am 26. Februar 2011 fast neunzigjährig verstarb.

Einen Kontakt zu der Mutter in Wiesbaden scheint es in den letzten Jahren, zumindest von Seiten Lilis, nicht mehr gegeben zu haben. Als sie von Julias Tod durch ihre Schwester Mary informiert wurde, schrieb sie in einem Brief an den Foreign Service im Departement of State: „I was (…) not a little surprised to hear through my sister Mary of my mother’s death. I have one child, Barbara, nearly twenty-two, who will inherit whatever is left of my mother’s estate. She had been in touch with her grandmother prior to the outbreak of the war, though I myself had not.[10]

Ganz offensichtlich war es innerhalb der Familie zu einem Konflikt, sogar zu einem Bruch, gekommen. Über die Gründe kann man nur Vermutungen anstellen. Dass aber nicht nur der Kontakt zwischen Julia und ihren Kindern aus erster Ehe, sondern auch ihre Verbindung zu den Eltern bzw. ihrem Vater, zumindest problematisch war, ergibt sich aus der Tatsache, die ebenfalls in dem Schreiben von Lili angedeutet wurde. Nachdem Julias Mutter Amalie am 28. Dezember 1896, obwohl weiterhin in Leipzig wohnhaft, in Frankfurt a. M. verstorben war, setzte der Vater, der von dem späteren Testamentsvollstrecker als Millionär bezeichnet wurde, ein Testament auf, laut dem die Tochter, die früher „die sorgfältigste Erziehung erhalten“ hatte,[11] quasi enterbt, d.h. nur auf den Pflichtteil gesetzt wurde. Nachdem Joseph Ullmann am 3. September 1906 in Leipzig verstorben war, muss der Hauptteil seines Vermögens somit an Julias Bruder Charles gegangen sein.
Und auch über den Pflichtteil durfte die Tochter nicht nach Belieben bestimmen, denn dieser sollte ihren Töchtern, also den Enkelinnen des Verstorbenen, vorbehalten werden. Einzig die Erträgnisse des geerbten Vermögens sollte Julia für ihren eigenen Unterhalt nutzen dürfen, die Substanz selbst durfte sie als beschränkte Vorerbin weder zu Lebzeiten, noch von Todes wegen in irgendeiner Weise schmälern.[12]

Als Grund für diese Maßnahme wird in den verschiedenen Schreiben des Testamentsvollstreckers mit den NS-Behörden, die sich natürlich auch dieses gesicherte, jüdische Vermögen aneignen wollten, die völlige Überschuldung von Julia in früheren Jahren angeführt. Wodurch und wann diese entstanden war, ist jedoch nicht erläutert. Immerhin war vor dem Ersten Weltkrieg durch einen Beschluss des Reichskammergerichts festgelegt worden, dass ihr mindestens 6.000 RM, solange noch Kinder zu erziehen seien, sogar 8.400 RM im Jahr „für einen standesgemäßen Unterhalt“ pfändungsfrei zu belassen seien.[13] Der Testamentsvollstrecker erwähnt in einem anderen Schreiben an die Finanzbehörden, dass seine Mandantin vor der Inflation einen sehr hohen Lebensstandard genossen habe, dann aber, infolge des Währungsverfalls, das Vermögen so sehr an Wert verloren habe, dass die ihr zuvor zugesicherten Beträge nicht mehr erwirtschaftet werden konnten. In den Jahren der Weimarer Republik sei sie daher zusehends verarmt.[14]

Möglicherweise spielten aber für die Entscheidung des Vaters, die Tochter nur auf den Pflichtteil zu setzen, auch noch andere als finanzielle Gründe eine Rolle. Vielleicht war das Vertrauensverhältnis zwischen Vater und Tochter auch durch die Trennung Julias von ihrem bisherigen Ehemann und ihre Neuverheiratung mit Ernst August Volkening 1901 gestört worden.[15] Allerdings ist nicht bekannt, ob die frühere Ehe zu diesem Zeitpunkt schon längst gescheitert und auch geschieden war. Ebenso ist nicht bekannt, ob die hohen Schulden während der ersten Ehe aufgelaufen waren oder in den wenigen Jahren der zweiten Ehe, die der Vater vor seinem Tod noch miterleben konnte.
Anlass für diese Vermutung ist die Tatsache, dass der neue Ehemann im Unterschied zu Max Löwenstein nicht jüdischen Glaubens, sondern evangelisch getauft war. Und auch Julia selbst wird in dem Heiratseintrag als „evangelisch“ bezeichnet. Ob sie bereits zuvor konvertiert war oder diesen Schritt erst anlässlich der Eheschließung vollzog, ist allerdings auch nicht bekannt. Zwar gab sie in ihrer Vermögenssteuererklärung im Jahr 1938 an, sie sei in Amerika und in Deutschland in christliche Schulen gegangen,[16] aber es könnte sich angesichts der Bedrohungen zu diesem Zeitpunkt auch um eine verständliche Schutzbehauptung handeln. Zumindest muss man konstatieren, dass ihr Bruder, der ja sicher die gleiche Erziehung genossen hatte, der jüdischen Glaubensgemeinschaft treu geblieben war. Ob aber in der Konversion der tatsächliche Grund für das Zerwürfnis zu suchen ist, muss angesichts fehlender Belege offenbleiben.

Ernst August Volkening, der neue Ehemann von Julia Ullmann, war am 12. August 1847 in Langenberg bei Mettmann in Westfalen zur Welt gekommen.[17] Seine Eltern, die damals beide nicht mehr lebten, waren der ehemalige Lehrer August Dietrich Volkening und seine Frau Wilhelmine, geborene Schübler. Sie hatte zuletzt in Langenberg gelebt, er in Düsseldorf.
Laut Heiratseintrag übte der Angetraute den Beruf eines Verlagsbuchhändlers aus, aber es ist nicht bekannt, für welchen Verlag er tätig gewesen war.[18] Inzwischen hatte er offenbar auch sein Metier gewechselt und war journalistisch tätig. Er leitete 1898 die Redaktion der in Leipzig erscheinenden „Deutschen Monatszeitschrift für Handel und Industrie“, die den programmatischen Titel „Volldampf“ trug.[19]

VolldampfVolldampf

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Zeitschrift „Volldampf“, geleitet von dem Chefredakteur Ernst Volkening
https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/314208%2F5#

Sie erschien seit 1892 in dem Leipziger ‚Ernst Hoppe Verlag‘ und Ernst August Volkening hatte die Leitung des Blattes, das sich als Sprachrohr einer imperialistischen Expansionspolitik im Interesse der deutschen Wirtschaft verstand, übernommen. Zwar sind die Artikel darin nicht namentlich gezeichnet, aber ihr Chefredakteur wird ganz sicher die politische Ausrichtung mitgetragen, wenn nicht sogar bestimmt haben. So wird beispielsweise zum einen zwar die erfolgreiche Abtretung der chinesischen Kiatschaubucht als ehrenvoller und unblutiger Sieg der deutschen Diplomatie gefeiert, dass man aber gegebenenfalls auch andere Mittel zur Durchsetzung deutscher Interessen in der Welt für notwendig und legitim ansah, zeigt die vorbehaltlose Unterstützung der wilhelminischen Flottenpolitik in einem anderen Aufsatz des gleichen Heftes. Auch wenn die Zeitschrift vermutlich 1899 in ihrem Leipziger Verlag eingestellt wurde,[20] so scheint Ernst Volkening sie dann selbst in einem eigenen Verlag weitergeführt zu haben, nachdem er wohl Ende des Jahrhunderts nach Berlin umgezogen und dort geheiratet hatte.

Eintrag im Berliner Adressbuch von 1902

In den Berliner Adressbüchern ist er persönlich, aber auch der Verlag der Zeitschrift „Volldampf“ erstmals 1902 mit der Adresse Kurfürstendamm 33 notiert. Zu diesem Zeitpunkt war nicht nur die Ehe mit Julia Ullmann geschlossen worden, sondern unter dieser Adresse ist auch die Geburt ihres einzigen Kindes, Ernesta Volkening, eingetragen. Sie war dort am 13. April des Jahres 1902 geboren worden.[21]
Auch im folgenden Jahr ist die Familie noch unter dieser Anschrift zu finden. Im Jahr 1904 war sie dann in die Bleibtreustr. 15 in Charlottenburg verzogen und auch der Verlag, der nicht mehr mit der Zeitschrift verknüpft war, war in die Lietzenburger Str. 15 verlegt worden. Man muss davon ausgehen, dass der „Volldampf“ damals eingestellt worden war.

Aber nicht nur die Zeitschrift verschwand von der Bildfläche, sondern auch die Familie selbst. Aus der Steuererklärung von Julia Volkening des Jahres 1935 erfahren wir dann, dass ihr Mann bereits im November 1913 verstorben war.[22]

Auch in der Lebensgeschichte von Julia Volkening klafft bis in die Mitte der Dreißigerjahre eine Lücke. Wo sie sich aufhielt und ob sie einer Arbeit nachging, ist völlig unklar. Um das Jahr 1935 kam sie dann als alte, etwa 75-jährige Witwe nach Wiesbaden, wo sie zunächst in der Taunusstr. 63 in der vierten Etage ein Zimmer bewohnte. Sie war inzwischen völlig verarmt. In einem Brief an das Finanzamt Wiesbaden vom 19. April 1935 schilderte sie ihre damalige Situation:
„Hierdurch bitte ich mich, (sic) als 75 jährige Dame von jeder Steuer zu befreien.
Ich bin heute, bei meinem Einkommen nicht im Stande mir täglich ein Mittagessen zu kaufen – nur zweimal in der Woche ist dies möglich – und ich bin im Begriffe den Freitag noch zu streichen. (…)
Ich weiss nicht, nachdem ich mein einziges kleines Zimmer und obligatorisches Frühstück bezahle, meinen Tee abends, meine Wäsche und die täglichen kleinen Ausgaben beglichen, schon seit Monaten nicht, woher das Geld zur Besohlung meiner gerissenen Schuhe, geschweige denn zur Anschaffung eines neuen Paares oder irgend eines Wäsche- oder Kleidungsstückes. Die Zustände der letzteren Gegenstände sind schwer zu beschreiben.
Dazu bin ich leidend, soll nicht alleine ausgehen und Mittel für eine Begleitung fehlen natürlicherweise, bei solchen Einnahmen. (…)
Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie meine armseligen Verhältnisse im Gegensatz zu früher und meine Jahre berücksichtigen würden und mein ohnehin trauriges Leben nicht mit mehr Sorgen belasteten.
Mit deutschem Gruß
Frau Julia Volkening“
[23]

In all den Jahren, in denen Julia Volkening in Wiesbaden wohnte, lagen ihre jährlichen zu versteuernden Einkünfte bei knapp 2.000 RM, zuletzt ab 1940 auch unter 1.000 RM.[24] Der größere Teil der Summe, jährlich etwa 1.650 RM, wurde ihr von dem Testamentsvollstrecker aus dem Ertrag ihres Erbes aus dem väterlichen Vermögen überwiesen. Daneben bezog sie eine Jahresrente von 290 RM.[25] Wieviel ihr nach Zahlung der fälligen Steuern und Abgaben noch übrig blieb, ist schwer zu sagen, aber es können kaum mehr als 140 RM gewesen sein.

Obwohl sie auf das Vermögen aus der Erbschaft selbst nicht zugreifen konnte, legte das Finanzamt dieses bei der Berechnung der Judenvermögensabgabe im Januar 1939 zugrunde. Es belief sich damals auf insgesamt 32.406 RM, was zur Folge hatte, dass sie insgesamt 6.400 RM als Sühneleistung abtreten sollte. Nur die Intervention des Vermögensverwalters, der noch einmal klarstellte, dass die Erbin keine Verfügung über dieses Kapital habe, führte letztlich im Oktober 1939 zur Rücknahme dieser Forderung.[26]

Im Herbst 1939 bekam sie es zudem noch mit der Polizei bzw. der Justiz zu tun. Die genaueren Umstände sind nicht bekannt, aber offenbar war sie angeklagt worden, gegen das Gesetz über die Namensführung verstoßen zu haben. Seit gut einem Jahr war das Gesetz in Kraft, das die meisten Jüdinnen und Juden verpflichtete, ihrem bisherigen Vornamen den Zwangsnamen Sara bzw. Israel anzufügen. Offensichtlich hatte Julia Volkening dies versehentlich oder – weil evangelisch getauft – bewusst oder auch in Unkenntnis der Rechtslage missachtet. Über den Ausgang dieses Verfahrens liegen keine Informationen vor.[27]

Als ihre damalige Adresse während des Verfahrens im November / Dezember 1939 ist auf dem Erfassungsbogen die Taunusstr. 31 eingetragen. Diese Anschrift ist auch die erste, die auf ihrer Gestapokarteikarte steht – allerdings ohne Einzugsdatum. In dem Haus, das der jüdischen Familie Erteschick gehörte, hatte sie ein Zimmer als Untermieterin bei der verwitweten Frau Schmidt im 1. Stock bezogen. Sie blieb aber dort nur kurz. Schon am 2. Februar 1940 wechselte sie in die nicht weit entfernte Taunusstr. 37, wo sie in der ersten Etage eine neue Wohnung, vermutlich auch nur ein Zimmer, fand.

Dort erreichten sie nun die Schreiben der Devisenakte, die, angesichts ihres formal vorhandenen Vermögens, meinte, die Kontrolle über ihre Finanzen ausüben zu müssen. Auf Geheiß der Behörde wurde Julia Volkening, obwohl faktisch vermögenslos, gezwungen, ein gesichertes Konto bei der Deutschen Bank einzurichten, auf das danach sowohl die Rente als auch die Erträge aus der Erbschaft eingezahlt werden mussten. Man hatte ihr im Februar 1940 zunächst einen monatlichen Freibetrag von 200 RM gewährt, sie zugleich aber zur Abgabe einer Vermögenserklärung aufgefordert, die sie am 27. März einreichte. Ihr Vermögen, über das sie auch ohne die Restriktionen der Devisenstelle ohnehin nicht verfügen durfte, belief sich auf noch rund 30.000 RM, woraus ihr ein jährliches Einkommen von 1.634 RM zufloss. Ihre monatlichen Ausgaben für Miete – 60 RM – und Lebensunterhalt bezifferte sie auf 260 RM.[28] Trotz dieser Summe reduzierte die Devisenstelle ihren Freibetrag umgehend auf 112 RM.[29]

Julia Volkening bittet darum, ihren Freibetrag bereits vor dem Monatsende abheben zu dürfen
HHStAW 519/3 6456 (12)

Offenbar war es für die alte Frau ein Problem, das Geld, das sie für ihren Lebensunterhalt benötigte, jeweils am Monatsende bzw. -anfang abzuholen, weil dann alle Rentenempfänger in die Banken drängten, um ihre Zuweisungen abzuholen. Deshalb bat sie in einem Schreiben an die Devisenstelle darum, das ihr zustehende Geld bereits am 26. des jeweiligen Monats abholen zu dürfen: „Ich bin im 79-sten Lebensjahre, vertrage das Zusammensein im Gedränge nicht und fürchte immer ohnmächtig zu werden. Sie bittend , mir diese kleine Erleichterung zu gewähren, mit deutschem Gruß“, schrieb sie am 29. April 1940 an die Devisenstelle.[30] Es war übrigens das letzte Schreiben, unter das sie diesen „Gruß“ setzte. Immerhin wurde ihr genehmigt, das ihr zustehende Geld an jedem beliebigen Tag abheben zu dürfen.
Bei der Deutschen Bank hatte man die Kürzung ihres Freibetrags übersehen und ihr während der folgenden Monate zu viel ausgezahlt, wofür sich die Bank bei der Devisenstelle im Juli 1941 entschuldigte und um nachträgliche Genehmigung der überzahlten Beträge bat. Auch Julia Volkening selbst hatte die Kürzung nicht realisiert – vielleicht war sie auch gar nicht verschickt worden – und sich Geld geliehen, das sie im Juli 1941 zurückzahlen wollte. Als sie dann ihre vermeintlich ihr zustehenden 200 RM abheben wollte, verwies die Bank auf den neuen Freibetrag und weigerte sich, ihr das Geld zu geben. Das veranlasste sie wiederum, sich an die Devisenstelle zu wenden, um dort noch einmal ihre finanzielle Situation zu beschreiben. Sie verwies dabei auch auf die jetzigen hohen Lebensmittelpreise, was von dem Mitarbeiter in der Behörde rot unterstrichen und mit einem Fragezeichen versehen wurde. Dennoch hob man ihren Freibetrag Ende Juli immerhin wieder auf 150 RM an.[31]
Der Brief, in dem sie am 18. Juli 1941 ihre Notlage schilderte, ist der letzte, der von ihr erhalten geblieben ist. Abgeschickt wurde er noch aus der Taunusstr. 37 I, wo sie auch die nächsten vier Monate noch bleiben konnte. Dann zog sie am 5. November 1941 in die Schwalbacher Str. 9, ein Haus, das kein Judenhaus war. Ob es sich damals um einen zwangsweisen Wohnungswechsel handelte, ist nicht nachweisbar, kann aber zu diesem Zeitpunkt auch nicht ausgeschlossen werden. Möglicherweise wohnte sie dort für einen eher kurzen Zeitraum zusammen mit der Jüdin Anna Bodenheimer, die im September 1942 nach Theresienstadt deportiert wurde.

Zwar ist auf ihrer Gestapokarteikarte nicht mehr vermerkt, wann sie von der Schwalbacher Straße in das Judenhaus Rheinstr. 81 umzog, aber der konkrete Anlass dafür lässt sich aus der Notiz in einer Liste schließen, die vermutlich von der Bezirksstelle der ‚Reichsvereinigung der Juden‘ in Wiesbaden erstellt wurde. Darin ist der Name von Philipp Rottenberg, der dort am 6. November 1941 verstorben war, ausgestrichen und an seiner Stelle ist handschriftlich „Volkening“ eingefügt.[32]
Mit großer Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass der Umzug auf Anordnung erfolgte, ob auf der des Wohnungsamts oder der der Bezirksstelle, muss aber offenbleiben. Es war aber offensichtlich so, dass man Personen, die in Mischehen lebten bzw. gelebt hatten, in diesem Haus zusammenziehen wollte, so etwa das Ehepaar Liffmann oder auch Idel Rawinsky.

Nachrichten darüber, wie die alte und kranke Frau die letzten Monate ihres Lebens in diesem Haus verbrachte, liegen nicht vor. Am 19. Juli 1942, kurz vor Mitternacht, verstarb sie dort an Herzversagen. Begraben wurde sie als „Rassejüdin“ trotz ihres christlichen Glaubens auf dem Jüdischen Friedhof an der Platter Straße. [33]
Sie hatte noch miterleben müssen, wie fünf Wochen zuvor etwa 360 Wiesbadener Jüdinnen und Juden in den Osten verbracht worden waren. Und die verbliebenen, zumeist Alten wussten, dass auch ihnen das gleiche Schicksal bald bevorstehen würde. Dass vielen Partnern aus Mischehen sogar noch eine Frist bis ins Frühjahr „geschenkt“ wurde, konnte man damals nicht wissen, hätte für die über 80-jährige Julia Volkening ohnehin nur zusätzliches Leid bedeutet.

Ernesta Volkening

Auch wenn sie von ihrer Mutter in keinem ihrer Schreiben erwähnt wird, so lebte ihre Tochter Ernesta offenbar bereits vor ihrer Mutter in Wiesbaden. Anfang der Dreißigerjahre muss sie sich allerdings kurz in Marburg aufgehalten haben, denn dort wurde die ledige Krankenpflegerin am 20. November 1932 von einem Sohn Ernst Erich entbunden. Der Name des Vaters ist im Geburtseintrag nicht angegeben.[34] Immerhin ist darin aber festgehalten, dass ihr eigentlicher Wohnsitz schon damals Wiesbaden, Mühlgasse 13, war. Was sie dazu veranlasst haben könnte, die Entbindung in Marburg, in der dortigen Universitätsfrauenklinik, durchführen zu lassen, ist nicht mehr nachzuvollziehen. In den einschlägigen Adressbüchern der Stadt Wiesbaden für die entsprechenden Jahre, ist ihr Name nicht zu finden. Möglicherweise lebte sie zumindest zunächst in Untermiete oder in einem Schwesternwohnheim. Eigenartigerweise fehlt ihr Name im Jüdischen Adressbuch von 1935 und auch eine Karteikarte wurde bei der Gestapo für sie nicht angelegt. Bei der Volkszählung 1939 wohnte sie in der Lahnstr. 22 im zweiten Stock. In einer allerdings undatierten Liste von „Mischlingen I. Grades“, die vermutlich im Büro der ‚Reichsvereinigung‘ entstanden war, ist ihr Name mit der Berufsbezeichnung „Hilfsarbeiterin“ hingegen aufgeführt. Ihre damalige Adresse war die Adlerstr. 67. Mit dieser Anschrift wurden sie und Ernst Erich nach dem Krieg auch noch von den amerikanischen Besatzungsbehörden im Oktober 1945 registriert.[35]

Laut einer eidesstattlichen Erklärung hatte sie bis 1933 ihren Beruf als „Schwester und Sozialbeamtin“ in Wiesbaden ausgeübt, sei aber dann von den Nazis als „Mischling 1. Grades mit einem Berufsverbot belegt worden, was im Hinblick auf den frühen Zeitpunkt allerdings sehr verwunderlich ist. In den folgenden Jahren habe sie ihren Lebensunterhalt als Arbeiterin für deutlich weniger Geld in einer Uniformschneiderei und in den ‚Lyssia-Werken‘, einem pharmazeutischen Unternehmen in Wiesbaden, verdienen müssen.
Leider sind ihre Angaben hierzu nicht sehr präzise, denn eigentlich handelte es sich bei den ‚Lyssia-Werken‘ um ein jüdisches Unternehmen, das in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts im Wesentlichen von dem aus Polen stammenden Juden Max Brings aufgebaut und erfolgreich geführt wurde. Max Brings soll – so wurde erzählt – vor 1933 zu einem der höchst besteuerten Einwohner der Stadt gezählt haben.[36] Vielleicht hatte Ernesta Volkening, die als Krankenschwester doch gewisse Qualifikationen mitbrachte, in den Jahren vor der Arisierung eine Anstellung in den ‚Lyssia-Werken‘ gefunden. Immerhin waren in den Werkshallen überwiegend Frauen beschäftigt. Selbstverständlich hatte die Firma letztlich keine Chance, als jüdisches Unternehmen zu überleben. 1938 wurde die Firma arisiert und der bisherige Eigentümer im Oktober nach Polen abgeschoben. Seine Frau flüchtete in die Schweiz, wohin sich auch Max Brings mithilfe früherer Geschäftsfreunde noch retten konnte.
Es könnte sein, dass Ernesta sogar noch danach in der Firma bleiben konnte, denn sie gab an, im April 1943 von der Gestapo abgeholt und in deren berüchtigtem Folterkeller in der Paulinenstraße verprügelt worden zu sein.[37] Als Zeugin benannte sie eine Magdalena Müller, wohnhaft in der Taunusstr. 65 – ein Haus, welches in der unmittelbaren Nachbarschaft des Werkes lag.

Den Grund für das Verhör gab Ernesta nicht an. Aber sie sei damals so sehr geprügelt worden, dass sie eine Verletzung in der linken Brust davontrug, die sich später zu einem Karzinom entwickelt habe. Die so begründete Forderung auf Entschädigung für einen erlittenen gesundheitlichen Schaden wurde von der später zuständigen Behörde auf Basis eines amtsärztlichen Obergutachtens allerdings abgelehnt, anerkannt wurde aber immerhin, dass die Verfolgungsmaßnahmen eine „psychisch-nervliche Überreizung“ zur Folge gehabt habe, die wiederum die „Durchblutungsstörungen“ und die „Herzinsuffizienz“, die sie in ihrer Arbeitsfähigkeit nach dem Ende der NS-Herrschaft einschränkte, „glaubhaft und wahrscheinlich“ sei.[38]

Nach diesem Ereignis gab sie 1943 ihren etwa 10-jährigen Sohn Ernst Erich in ein Heim der ‚Frankeschen Stiftung‘ in Halle an der Saale. Es handelte sich dabei um eine im späten 18. Jahrhundert gegründete pädagogische Einrichtung mit einer deutlich pietistischen Ausrichtung.[39] Kostenfrei war die Unterbringung dort selbstverständlich nicht. Monatlich musste sie 100 RM aufbringen, die aus dem inzwischen freigewordenen Erbteil des Großvaters gezahlt wurden.
Offenbar hatte ein Pfarrer die notwendigen Verbindungen hergestellt, denn im Entschädigungsverfahren legte er Zeugnis über die Verzweiflung von Ernesta in dieser Zeit ab. Sie sei von der Gestapo „hart bedrängt“ worden und man habe ihr „mit dem Abtransport gedroht. Sie rechnete fest damit, eines Nachts geholt und weggebracht zu werden. Sie war manchmal am Ende ihrer Kraft und der Verzweiflung nahe. Sie bat mich, ihren Jungen zu betreuen, falls sie als Mutter nicht mehr für ihn sorgen könne.
In den Unterredungen, die ich mit Frau Volkening hatte, habe ich die Überzeugung gewonnen, dass sie ehrlich darum gerungen hat, als ein rechter Christ diese für sie so schwere Zeit zu bestehen und sich im christlichen Glauben zu bewähren.
[40]
Unweigerlich stellt sich beim Lesen dieser Bescheinigung die Frage, ob der Pfarrer auch dann seinen Beistand geleistet hätte, wenn die verzweifelte Frau ihrem jüdischen Glauben weiterhin angehangen und nicht versucht hätte, „sich im christlichen Glauben zu bewähren“.

Zunächst lebten Ernesta und ihr Sohn nach dem Ende der NS-Herrschaft noch in Wiesbaden in der Bärenstr. 4. Spätestens 1947 waren sie dann in das  nur wenige Kilometer von Wiesbaden entfernte Kelkheim am Main verzogen. Es waren nicht nur die körperlichen Leiden, sondern auch die materielle Not, die ihr die Zeit nach der Befreiung vergällten. Zwar bezog sie eine Soforthilfe von monatlich 70 DM, aber das Geld reichte für ihre und die Versorgung ihres Sohnes, der noch in die Lehre ging, bei Weitem nicht aus. Mit Arbeit selbst zum Lebensunterhalt zu sorgen, war ihr durch ihre Erkrankung kaum möglich. In mehreren Briefen wandte sie sich damals an Behörden und einzelne Personen mit der eindringlichen Bitte um Hilfe – jedoch ohne Erfolg. Im Sommer 1950 bat sie um einen Kredit von 500 DM, um sich eine Nähmaschine zu beschaffen, mit der sie versuchen wolle, einen eigenen Erwerb aufzubauen.[41] Ob auch diese Bitte abgelehnt wurde, geht aus der Entschädigungsakte nicht hervor.

Bedrückend war zudem die Wohnsituation, denn Mutter und Sohn waren in einer Baracke untergebracht, in der es keinen Strom gab und auch das Wasser aus einer Zapfstelle geholt werden musste, die etwa 100 m entfernt lag. Die Hauptbetreuungsstelle stellte noch 1950 fest, dass die Baracke „als Wohnraum in diesem Sinne nicht anzusprechen“ sei. Hinzu kommt noch ein anderer Aspekt, wobei aber nicht bekannt ist, ob Ernesta davon überhaupt wusste. Die Baracke stand auf einem Gelände oberhalb der Stadt, das nur wenige Jahre zuvor als zentraler Treffpunkt der örtlichen NSDAP-Elite genutzt worden war. In unmittelbarer Nähe stand das Haus des ehemaligen Bürgermeisters, ein Angehöriger der SS, und auf dem Reitplatz – so lautete die Anschrift der Baracke – hatte zuvor die SA-Reiterstaffel trainiert. Dass in dem nahegelegenen Gasthof ‚Taunusblick‘ zwischen 1938 und 1939 eine sogenannte „Judenkolonne“ untergebracht war, die als Zwangsarbeit im Wegebau schuften musste, sei nur nebenbei erwähnt.[42] Es gehört schon sehr viel Zynismus, Dummheit oder Geschichtsblindheit dazu, um im Jahr 1950 an einem solchen Ort, Verfolgte des NS-Regimes unterzubringen. Aber selbst das wird noch dadurch übertroffen, dass Ernesta Volkening in Kelkheim Patient eines Arztes wurde, der ihre körperlichen Leiden heilen und ihr die entsprechenden Gutachten für eine angemessene Entschädigung ausstellen sollte, der – so ist seinem Meldebogen zu entnehmen – als SS-Angehöriger selbst zu den Verfolgern gehört hatte.

Offenbar gelang es ihr aber im Laufe der Fünfzigerjahre, ihre Lebenssituation allmählich zu verbessern. 1952 wohnte sie im Neubaugebiet unter der Adresse Im Herrenwald 14. Als Beruf ist im Adressbuch von 1952 Krankenschwester angegeben. Ob sie in diesem Beruf angesichts ihrer Erkrankung aber tatsächlich wieder arbeiten konnte, ist nicht gewiss. Ernesta Volkening verstarb am 23. November 1974.[43]

 

Julia Volkenings Bruder Charles war noch in den Anfangsjahren der Weimarer Republik verstorben. Er wurde am 24. Juli 1921 während eines Kuraufenthalts in St. Blasien im Schwarzwald Opfer einer Ruhr-Erkrankung. Sein Wohnsitz und auch der seiner Frau war zuletzt noch immer Leipzig.[44] Seine amerikanische Staatsbürgerschaft hatte er aber, wie der Todesmeldung zu entnehmen ist, bis zuletzt behalten, und auch in den USA muss es noch eine Firma gegeben haben, an der er bis zuletzt Anteile besaß.

 

Veröffentlicht: 10. 03. 2026

 

 

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Anmerkungen:

 

[1] Heiratsregister Berlin Charlottenburg 43 / 1901. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist die Angabe St. Paul im Bundesstaat Minnesota im späteren Heiratseintrag falsch, denn die Eltern wurden in St. Paul, Missouri, getraut und auch ihr Sohn kam zuvor dort zur Welt.

[2] https://www.ancestry.de/imageviewer/collections/1171/images/vrmmo1833_c6133-0213?pId=10074264. (Zugriff: 10.03.2026).

[3] Geburtsregister Mülhausen 14 / 1896. https://www.ancestry.de/search/collections/62011/records/3320950?tid=&pid=&queryId=ce4b3484-94e1-4fb6-8495-0919095552a9&_phsrc=SbT1554&_phstart=successSource. Er selbst hat seinen Geburtstag bei seinem Passantrag in den USA fälschlicherweise mit dem 29.3.1826 angegeben, siehe https://www.ancestry.de/search/collections/1174/records/1424894. (Zugriff: 10.03.2026).

[4] Sterbeeintrag Frankfurt 3460 / 1896.

[5] Heiratsregister Dresden 53 / 1881. Die Eltern der Braut waren der Bankier Bernhard Gutmann und seine Frau Maria, geborene Lederer

[6]. Ebd.

[7] https://www.ancestry.de/search/collections/1616/records/302802. (Zugriff: 10.03.2026). Siehe auch HHStAW 685 822b (8).

[8] https://www.ancestry.de/search/collections/5247/records/1031788?tid=&pid=&queryId=cf056aa8-5f22-4138-9a64-9dd5db5c76ee&_phsrc=SbT1413&_phstart=successSource. (Zugriff: 10.03.2026).

[9] Siehe zu ihrer Karriere den Nachruf in der New York Times unter https://www.nytimes.com/1956/12/14/archives/dr-lili-heimers-75-educator-in-jersey.html. (Zugriff: 10.03.2026).

[10] https://www.ancestry.de/search/collections/1616/records/302802. (Zugriff: 10.03.2026).

[11] HHStAW 685 822b (8).

[12] Ebd. (6).

[13] Ebd. (7).

[14] Ebd. (6-9).

[15] Heiratsregister Berlin-Charlottenburg 43 / 1901.

[16] HHStAW 685 822b (1).

[17] Heiratsregister Berlin Charlottenburg 43 / 1901.

[18] Es gab zwar früher einen Verlag ‚August Heinrich Volkening‘, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Minden ansässig war, aber ob es eine verwandtschaftliche Beziehung zu diesen Volkenings gab, konnte nicht nachgewiesen werden. In dieser Gegend war im 19. Jahrhundert auch ein Johann Heinrich Volkening als Prediger der pietistischen Erweckungsbewegung aktiv, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Heinrich_Volkening. (Zugriff: 10.03.2026). Sollte Ernst August Volkening mit diesem Prediger verwandt gewesen sein und sich möglicherweise sogar ebenfalls der pietistischen Bewegung zugehörig gefühlt haben, dann wäre der Bruch zwischen Julias Vater und seiner Tochter noch nachvollziehbarer.

[19] https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/314208%2F5. (Zugriff 10.02.202)

[20] https://zdb-katalog.de/list.xhtml?asc=false&t=ela%3D%3Dxa-dxde&key=cql. (Zugriff: 10.03.2026).

[21] Geburtsregister Berlin-Charlottenburg 384 / 1902.

[22] HHStAW 685 822 (11).

[23] HHStAW 685 822a (1). Orthographie gemäß Original. Die Bitte wurde von den Finanzbehörden erwartungsgemäß abgelehnt.

[24] Ebd. (passim).

[25] Ebd. (14).

[26] Ebd. (6-9). Dazu ebd. (10-11).

[27] https://collections-server.arolsen-archives.org/G/wartime/02010102/0077/149954686/001.jpg. (Zugriff: 10.03.2026).

[28] Ebd. (10)

[29] Ebd. (11).

[30] HHStAW 519/3 6456 (12). t

[31] Ebd. (22, 25).

[32] Yad Vashem 187

[33] Sterberegister Wiesbaden 1558 / 1942, dazu https://collections-server.arolsen-archives.org/G/wartime/02010101/0691/1221114/002.jpg. (Zugriff: 10.03.2026).

[34] Geburtsregister Marburg 742 / 1932.

[35] https://collections-server.arolsen-archives.org/V/Ous_partitions/33/071401/aa/cg/pu/001.jpg. (Zugriff: 10.03.2026).

[36] Siehe zu den Lyssia-Werken, Goertz, Gegen Husten & Heserkeit, S.281-287.

[37] HHStAW 518 4189 (13).

[38] Ebd. (19).

[39] Es sei an dieser Stelle noch einmal erwähnt, das ein Johann Heinrich Volkening im 19. Jahrhundert eine bedeutende Rolle in dieser Bewegung spielte. Auch wenn eine verwandtschaftliche Verbindung nicht nachgewiesen werden konnte, so ist nicht auszuschließen, dass die Familie Volkening stark von dieser protestantischen Glaubensrichtung beeinflusst war.

[40] HHStAW 518 4189 (15).

[41] Ebd. (38).

[42] Auf die Besonderheit dieses historischen Ortes hat mich D. Paulussen aufmerksam gemacht, der sich intensiv mit der Geschichte der Stadt in der NS-Zeit befasst. Siehe auch https://www.kelkheim-entdecken.de/geschichte/juedische-arbeitskolonne/. (Zugriff: 10.03.2026).

[43] Ebd. (97).

[44] https://www.ancestry.de/search/collections/1616/records/142236. (Zugriff: 10.03.2026). Der Todeseintrag in Deutschland erfolge im Sterberegister St. Blasien 26 / 1921. Seine Frau soll nur wenige Jahre später, am 14.4.1925, verstorben sein, siehe https://gw.geneanet.org/groen45?n=gutmann&oc=&p=ernestine+tini. (Zugriff: 10.03.2026).